Enzyme können alles: Sie
modifizieren Stärke, optimieren Fette und Eiweiße,
sie stabilisieren Schäume oder "verkleben"
Fleischteile. Enzyme steuern Reifeprozesse, machen
die Milch für die Käseherstellung dick und klären
Apfelsäfte. Sie helfen, Aromen und Fruchtauszüge zu
gewinnen und sorgen für die Bissfestigkeit von
Cornflakes.
In der
Lebensmittelherstellung spielen Enzyme eine wichtige
Rolle. Und: Immer mehr von ihnen werden mit Hilfe
gentechnisch veränderter Mikroorganismen produziert.
Sanfte Chemie
Enzyme arbeiten unter
lebensfreundlichen Bedingungen. Ohne Druck, ohne
hohe Temperaturen, ohne aggressive Chemie. Kaum ein
Waschmittel verzichtet auf sie.
Die Herstellung der Enzyme
ist einfacher geworden, das Wissen um die
biochemischen Abläufe in Lebensmitteln hat
zugenommen. Mit Enzymen lässt sich eine Menge
machen.
Mikroorganismen eignen sich besonders
gut für die industrielle Herstellung von Enzymen und
Zusatzstoffen für die Lebensmittel- und
Futtermittelwirtschaft. Viele der eingesetzten
Stämme sind bereits gentechnisch verändert.
Enzyme in Lebensmitteln:
Zulassungspflicht, aber keine Gentechnik-Kennzeichnung
Bis 2009 war die Verwendung von
Lebensmittel-Enzymen in jedem EU-Mitgliedstaat
anders geregelt. Nun gibt es EU-weit eine
Zulassungspflicht für Enzyme. 2013 soll eine erste
Gemeinschaftsliste veröffentlicht werden. Eine besondere
Kennzeichnung "gentechnisch hergestellter" Enzyme
gibt es weiterhin nicht.