In Zahlen: Enzyme auf dem Weltmarkt
Immer mehr Enzyme werden mit Hilfe von
gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. In der Lebensmittelindustrie
sind es vermutlich vierzig bis fünfzig Prozent.
In der Natur kommen schätzungsweise mehr als
10.000 Enzyme vor, von denen weniger als die
Hälfte bekannt sind. Nur rund 120 Enzyme werden industriell genutzt.
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Enzyme: Verteilung der
Anwendungsbereiche auf dem Weltmarkt (Quelle:
"Biokatalyse in der industriellen Produktion",
Verein deutscher Ingenieure - VDI, 2006) |
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Industrielle Enzyme auf dem
Weltmarkt
Etwa die Hälfte der Enzyme auf dem Weltmarkt werden in
Lebensmitteln und Getränken eingesetzt. Ein weiterer großer
Markt sind Wasch- und Reinigungsmittel mit einem Anteil von 35
Prozent, gefolgt von der Textilindustrie (5 bis 14 Prozent)
und Feinchemikalien beziehungsweise Pharmazeutika (4 bis 5
Prozent). Die Zellstoff- und Papierindustrie ist laut VDI der
am schnellsten wachsende Markt für industrielle Enzyme, da
die Nachfrage nach umweltfreundlichen chlorfreien Produkten
steigt. Bislang werden aber nur ein bis drei Prozent der
Eiweiße in diesem Bereich eingesetzt. |
Gentechnik bei Enzymen
Mehr als jedes zweite technische Enzym wird
mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt,
schätzt der VDI. In der Lebensmittelindustrie sind es vierzig bis
fünfzig Prozent. Ein wichtiger Bereich ist die Stärkeverzuckerung:
Hier werden fast alle eingesetzten Enzyme in der Regel mit Hilfe von
gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen. In Zukunft wird
die Zahl der auf diese Weise hergestellten Eiweiße in industriellen
Prozessen noch weiter zunehmen.
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