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Futtermittel:
"Mit Gentechnik" ist der Regelfall

Europa kann seine Nutztiere nicht selbst ernähren. Ohne die Einfuhr großer Mengen an Futtermitteln wäre die Fleischerzeugung auf dem gegenwärtigen Niveau kaum möglich. Es fehlt an eiweißreichen Futtermitteln. Um diese  "Eiweißlücke" zu schließen, werden vor allem Sojabohnen verfüttert. Sie stammen aus Nord- und Südamerika - und sind zu einem großen Teil gentechnisch verändert.

Eiweißfutter: Sojabohnen ohne Alternative?

Europa hat die Produktion eiweißreicher Futtermittel nach Nord- und Südamerika ausgelagert. Von dort werden große Mengen an Sojabohnen importiert und an europäische Schweine, Rinder und Geflügel verfüttert. Doch diese Sojabohnen sind im Regelfall gentechnisch verändert. "Gentechnikfreie" Ware ist nur noch aus einigen Regionen Brasiliens zu beziehen. Warum nicht europäische Alternativen zu dem Sojaimporten?

Futtermittel:
"Ohne Gentechnik" ist die Ausnahme

Europas Schweine, Hühner und Rinder fressen Gentechnik. Futtermittel, die nicht vom eigenen Hof stammen und über den Agrarhandel bezogen werden, enthalten in der Regel Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen, vor allem aus Soja. Zudem werden zahlreiche Zusatzstoffe und Enzyme, die dem Futter beigemischt sind, mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.

Milch bleibt Milch:
Gentechnik im Futter ohne Einfluss

Lassen sich Spuren gentechnisch veränderter Futtermittel in tierischen Lebensmitteln nachweisen? Gibt es Unterschiede bei Milch, Fleisch oder Eiern, je nachdem, ob die Tiere Futter aus gentechnisch veränderten oder konventionellen Pflanzen erhalten haben? Zahlreiche Untersuchungen mit hochempfindlichen Verfahren sind bislang immer zum gleichen Ergebnis gekommen.

Fotos: Anette Berns, Fotoarchiv transgen.de, Adel/PIXELIO

 

Lebensmittel: Keine Kennzeichnung im Hinblick auf Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Käse, Milch, Eier, Fleisch- und Wurstwaren

Kennzeichnung "ohne Gentechnik"
Bei Lebensmitteln sind die "ohne Gentechnik"-Anforderungen streng, bei Futtermitteln weniger. Milch, Eier und Fleisch dürfen das "ohne Gentechnik"-Label auch dann tragen, wenn sie von Tieren stammen, dessen Futter nicht wirklich gentechnik-frei war.
24. Januar 2012 [nach oben springen]

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