Europa kann seine Nutztiere
nicht selbst ernähren. Ohne die Einfuhr großer Mengen an
Futtermitteln wäre die Fleischerzeugung auf dem
gegenwärtigen Niveau kaum möglich. Es fehlt an
eiweißreichen Futtermitteln. Um diese
"Eiweißlücke" zu schließen, werden vor allem
Sojabohnen verfüttert. Sie stammen aus Nord- und
Südamerika - und sind zu einem großen Teil
gentechnisch verändert.
Futtermittel: Meist ist die
Gentechnik beteiligt
Europas Schweine, Hühner und Rinder
fressen Gentechnik. Futtermittel, die nicht vom eigenen Hof
stammen und über den Agrarhandel bezogen werden, enthalten
in der Regel Rohstoffe
aus gentechnisch veränderten Pflanzen, vor allem aus Soja.
Zudem werden zahlreiche Zusatzstoffe und Enzyme, die dem Futter beigemischt sind,
mit Hilfe von gentechnisch veränderten
Mikroorganismen hergestellt.
Milch bleibt Milch: Gentechnik
im Futter ohne Einfluss
Lassen sich Spuren gentechnisch
veränderter Futtermittel in tierischen Lebensmitteln nachweisen?
Gibt es Unterschiede bei Milch, Fleisch oder Eiern, je
nachdem ob die Tiere Futter aus gentechnisch veränderten
oder konventionellen Pflanzen erhalten haben? Zahlreiche Untersuchungen mit hochempfindlichen Verfahren sind bislang
immer zum selben Ergebnis gekommen.
Wenn Europa seine Tiere mit Sojabohnen
füttern muss, dann kommt man an der Gentechnik kaum vorbei. Etwa siebzig Prozent der
Welt-Sojaproduktion stammen aus gentechnisch veränderten Sojabohnen.
"Gentechnikfreie" Ware ist nur noch aus einigen Regionen Brasiliens
zu beziehen.