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Futtermittel
"Mit Gentechnik" ist der Regelfall
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Kühe, Schweine und Hühner erhalten in der
Regel Futter, das
zumindest teilweise aus gentechnisch veränderten Pflanzen wie Soja
oder Mais gewonnen wird. Zudem werden Zusatzstoffe und Enzyme in der
Tiernahrung häufig mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen
hergestellt. Auf diese Weise kommen tierische Lebensmittel wie
Fleisch, Milch und Eier indirekt mit der Gentechnik in Kontakt.
Ohne die Einfuhr von Futtermitteln könnte Europa die Produktion
tierischer Lebensmittel auf diesem hohen Niveau nicht halten.
Importiert werden Soja, Mais, Raps- und Baumwollsaat, Weizen, Roggen
und Hafer, aber auch Pressschnitzel aus Zuckerrüben.
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Ernte von Sojabohnen.
Im Regelfall bestehen Soja-Futtermittel zu einem
bestimmten Anteil aus gv-Sojabohnen. |
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Futtermittel. Auch viele Futterzusätze werden
unter Anwendung der Gentechnik hergestellt. |
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Sojarohstoffe Die EU führt im Jahr
etwa 35 Millionen Sojarohstoffe ein:
- 22 Millionen Tonnen Sojaschrot, die als
Tierfutter verwendet werden
- 13 Millionen Tonnen Sojabohnen, die in
Ölmühlen zu Futtermitteln (77 Prozent) und
Öl (20 Prozent) verarbeitet werden
Ein kleiner Teil wird zu
Lebensmittelzutaten aufbereitet. |
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Jede Menge Soja. Da Soja einen hohen
Eiweißgehalt hat, spielt es bei der Futtermittelerzeugung eine große
Rolle. Sojaschrot ist das wichtigste Einzelfuttermittel der
Europäischen Union und deckt über die Hälfte des Gesamtverbrauchs an
proteinhaltigen Futtermitteln. In der Regel sind
Standard-Sojarohstoffe, wie sie auf den internationalen Agrarmärkten
gehandelt werden, zu einem nicht unerheblichen Anteil gentechnisch
verändert.
Mischfutter, das zugekauft und nicht auf dem
eigenen Hof erzeugt wird, enthält meist einen mehr oder weniger
hohen Soja-Anteil. Eine Befragung des Deutschen Raiffeisenverbandes
(DRV) unter Futtermittelherstellern aus dem Jahr 2005 hat gezeigt,
dass 93 Prozent des Rinder- und Schweinemischfutters und 89 Prozent
des Geflügelfutters kennzeichnungspflichtige GVO-Anteile
enthalten.
Wenig Einfuhren bei Mais. Bei Mais ist
die Europäische Union überwiegend Selbstversorger. Der
größte Teil der
europäischen Maisproduktion, ob Körner- oder Silomais, wird direkt
als Tierfutter verwertet. Das trifft
auch auf den gentechnisch veränderten Bt‑Mais
zu, der vor allem in Spanien auf den Feldern steht.
Zusätzlich wird aus den USA, Brasilien und
Argentinien in geringem Umfang Maiskleber, der eiweißhaltige Teil des Maiskorns,
importiert. Körnermais führt die Europäische Union aus Argentinien
ein. In diesen Ländern wird großflächig gentechnisch veränderter Mais
angebaut.
Futter aus Raps und Baumwolle. Raps wird nur in geringen
Mengen in die EU eingeführt. Es handelt sich dabei um bereits
verarbeitetes Rapsschrot, das für Futtermittel geeignet ist. Die
Ware kann auch aus Kanada stammen, wo überwiegend gentechnisch
veränderter Raps angebaut wird.
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Bei der Gewinnung von Baumwollfasern werden die anfallenden Samen
zu verschiedenen Futtermitteln und deren Zusätzen aufbereitet. Es ist
nicht bekannt, in welchem Umfang Nebenprodukte der
Baumwollerzeugung als Futtermittel in die EU eingeführt werden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wird in
zehn Ländern angebaut, in
den USA auf etwa 88 Prozent der Baumwollanbauflächen.
Zuckerrübenschnitzel. Bei der Herstellung von
Rohzucker aus Zuckerrüben fallen Pressschnitzel und die sirupartige
Melasse an, welche als Futtermittel verwertet werden. In den USA
haben die Landwirte im Jahr 2009 rund 95 Prozent der gesamten
Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben bestellt.
Die Einfuhr von Futter- und Lebensmitteln aus diesen gv-Zuckerrüben
in die EU ist seit Ende 2007 zugelassen.
Gentechnik bei Futtermittelzusätzen. Verschiedene, als
Futtermittelzusätze verwendete Zusatzstoffe und Enzyme können mit
Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen erzeugt werden, etwa
In der EU dürfen nur noch solche Zusatzstoffe in Futtermitteln
verwendet werden, die zugelassen sind und einer wissenschaftlichen
Sicherheitsbewertung unterzogen wurden. In Futtermitteln gelten
Enzyme als Zusatzstoffe und sind auf der Verpackung des
Futtermittels zu kennzeichnen.
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 | Info + :
Gentechnisch verändertes Soja |
 | Info +:
Futtermittel |
Weitere Informationen
| Gentechnik und Futtermittel |
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