| So 14.03.2010 | | | 01:17 Uhr |
Gentechnik. Wissen, was ist. ![]()
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Kühe, Schweine und Hühner erhalten in der Regel Futter, das zumindest teilweise aus gentechnisch veränderten Pflanzen wie Soja oder Mais gewonnen wird. Zudem werden Zusatzstoffe und Enzyme in der Tiernahrung häufig mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Auf diese Weise kommen tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier indirekt mit der Gentechnik in Kontakt. Ohne die Einfuhr von Futtermitteln könnte Europa die Produktion tierischer Lebensmittel auf diesem hohen Niveau nicht halten. Importiert werden Soja, Mais, Raps- und Baumwollsaat, Weizen, Roggen und Hafer, aber auch Pressschnitzel aus Zuckerrüben.
Bei der Gewinnung von Baumwollfasern werden die anfallenden Samen zu verschiedenen Futtermitteln und deren Zusätzen aufbereitet. Es ist nicht bekannt, in welchem Umfang Nebenprodukte der Baumwollerzeugung als Futtermittel in die EU eingeführt werden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wird in zehn Ländern angebaut, in den USA auf etwa 88 Prozent der Baumwollanbauflächen. Zuckerrübenschnitzel. Bei der Herstellung von Rohzucker aus Zuckerrüben fallen Pressschnitzel und die sirupartige Melasse an, welche als Futtermittel verwertet werden. In den USA haben die Landwirte im Jahr 2009 rund 95 Prozent der gesamten Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben bestellt. Die Einfuhr von Futter- und Lebensmitteln aus diesen gv-Zuckerrüben in die EU ist seit Ende 2007 zugelassen. Gentechnik bei Futtermittelzusätzen. Verschiedene, als Futtermittelzusätze verwendete Zusatzstoffe und Enzyme können mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen erzeugt werden, etwa
In der EU dürfen nur noch solche Zusatzstoffe in Futtermitteln verwendet werden, die zugelassen sind und einer wissenschaftlichen Sicherheitsbewertung unterzogen wurden. In Futtermitteln gelten Enzyme als Zusatzstoffe und sind auf der Verpackung des Futtermittels zu kennzeichnen.
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