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Ohne die Einfuhr von Futtermitteln könnte Europa die Produktion
tierischer Lebensmittel auf diesem hohen Niveau nicht halten.
Importiert werden Soja, Mais, Raps- und Baumwollsaat, Weizen, Roggen
und Hafer, aber auch Pressschnitzel aus Zuckerrüben.
Jede Menge Soja. Da Soja einen hohen
Eiweißgehalt hat, spielt es bei der Futtermittelerzeugung eine große
Rolle. Sojaschrot ist das wichtigste Einzelfuttermittel der
Europäischen Union und deckt über die Hälfte des Gesamtverbrauchs an
proteinhaltigen Futtermitteln. Auch in Mischfutter, das zugekauft
und nicht auf dem eigenen Hof erzeugt wird, ist meist Soja
enthalten. In der Regel sind
Standard-Sojarohstoffe, wie sie auf den internationalen Agrarmärkten
gehandelt werden, zu einem nicht unerheblichen Anteil gentechnisch
verändert.
Wenig Einfuhren bei Mais. Bei Mais ist
die Europäische Union überwiegend Selbstversorger. Der
größte Teil der
europäischen Maisproduktion, ob Körner- oder Silomais, wird direkt
als Tierfutter verwertet. Das trifft
auch auf den gentechnisch veränderten Bt‑Mais
zu, der vor allem in Spanien auf den Feldern steht.
Zusätzlich wird aus den USA, Brasilien und
Argentinien in geringem Umfang Maiskleber, der eiweißhaltige Teil des Maiskorns,
importiert. Körnermais führt die Europäische Union aus Argentinien
ein. In diesen Ländern wird großflächig gentechnisch veränderter Mais
angebaut.
Futter aus Raps und Baumwolle. Raps wird nur in geringen
Mengen in die EU eingeführt. Es handelt sich dabei um bereits
verarbeitetes Rapsschrot, das für Futtermittel geeignet ist. Die
Ware kann auch aus Kanada stammen, wo überwiegend gentechnisch
veränderter Raps angebaut wird.
Bei der Gewinnung von Baumwollfasern werden
die anfallenden Samen zu verschiedenen Futtermitteln und deren
Zusätzen aufbereitet. Es ist nicht bekannt, in welchem Umfang
Nebenprodukte der Baumwollerzeugung als Futtermittel in die EU
eingeführt werden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wird in zehn
Ländern angebaut, in den USA auf über 90 Prozent der Baumwollanbauflächen.
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