Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Fr 03.09.2010 | 06:54 Uhr
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Mikroorganismen, Gentechnik, Lebensmittel


Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmelpilze und Hefen werden in der Lebensmittelherstellung vielseitig eingesetzt. Ohne die winzigen Helfer würde beispielsweise der Traubensaft nicht zu Wein vergären und der Käse nicht reifen. Für die industrielle Produktion von Enzymen, Vitaminen und Aminosäuren sind sie ebenfalls geeignet. Dabei kommen auch gentechnisch veränderte Mikroorganismen zum Einsatz.

Mikroorganismen: Vielseitig, anpassungsfähig, produktiv

Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine, einzellige Lebewesen. Zu ihnen gehören nicht nur zahlreiche Krankheitserreger, sondern auch viele nützliche Helfer der Lebensmittelproduktion.

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Brot, Bier, Wein, Käse: Vielfalt durch  Starterkulturen

Schon vor Jahrtausenden stellten die Menschen Brot, Wein oder Käse her. Sie hatten keine Ahnung, dass es winzige Lebewesen waren, deren erstaunliche Leistungen sie nutzten. Heute werden Hefen, Bakterien und Schimmelpilze gezielt eingesetzt – als Starterkulturen. Noch vor ein paar Jahren waren die Erwartungen groß, mit Hilfe der Gentechnik seien neue, maßgeschneiderte Mikroorganismen möglich. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt.

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Produktionsorganismen: Einzeller als Chemiefabriken

Mikroorganismen eignen sich besonders gut für die industrielle Produktion bestimmter Stoffe. Viele Impfstoffe, Arzneimittel und Feinchemikalien werden heute biotechnisch hergestellt - auch Lebensmittelzusatzstoffe, Vitamine und Aminosäuren. Viele der eingesetzten Mikroorganismen sind bereits gentechnisch verändert.

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Vitamin B2: Herstellung mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen

Vitamin B2, das der Mensch vor allem über die Nahrung aufnimmt, wird auch industriell produziert. Verwendet wird es überwiegend als Futtermittelzusatz und in Kosmetika. Außerdem findet sich Vitamin B2 in zahlreichen Lebensmitteln - zur Vitaminanreicherung oder als gelber Farbstoff. Da das chemisch-technisch Verfahren sehr aufwändig ist, nutzen viele Unternehmen inzwischen gentechnisch veränderte Mikroorganismen für die Synthese des Vitamins. Das ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch umweltfreundlicher.

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Stand: Januar 2010
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