| So 14.03.2010 | | | 01:26 Uhr |
Gentechnik. Wissen, was ist. ![]()
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Mikroorganismen eignen sich besonders gut für die industrielle Produktion bestimmter Stoffe. Denn sie sind nicht nur vielseitig und flexibel, sondern besitzen auch ein weites Spektrum an Fähigkeiten zur Stoffumwandlung. Die winzigen Lebewesen vermehren sich rasch und sind meist einfach zu handhaben. Bei der Herstellung vieler Wirkstoffe und Spezialchemikalien haben biotechnische Verfahren die chemische Synthese abgelöst. Inzwischen werden dabei auch gentechnisch veränderte Stämme eingesetzt. Dieser Anwendungsbereich der Gentechnik wird auch als "Weiße" oder "Graue Gentechnik" bezeichnet. Anders als die "Grüne Gentechnik" - die Anwendung bei Pflanzen - entwickelt sich die "Weiße" derzeit rasch. Mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen werden nicht nur zahlreiche Arzneimittel, Impfstoffe und Feinchemikalien hergestellt, sondern zunehmend auch Futtermittelzusätze sowie Vitamine, Zusatz- und Hilfsstoffe für die Lebensmittelindustrie. Dass solche Stoffe mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt werden können, ist nicht neu. Doch erst mit der Gentechnik sind viele biotechnische Verfahren wirtschaftlich interessant geworden. Gezielte Eingriffe in die Gene haben die Ergiebigkeit der jeweiligen Produktionsorganismen deutlich gesteigert. Gegenüber der bisherigen chemisch-synthetischen Herstellung haben biotechnische Verfahren in vielen Fällen Umweltvorteile: Sie kommen ohne aggressive Chemikalien aus, benötigen weniger Energie und nutzen nachwachsende Rohstoffe. Rückstände aus der Produktion sind schnell abbaubar und belasten die Abwässer kaum.
Diese Bausteine der Eiweiße finden als Futtermittelzusatz und Geschmacksverstärker in Lebensmitteln Verwendung. Häufig sind Aminosäuren auch in kommerziellen Aromapräparaten zur Abrundung oder Verstärkung des jeweiligen Geschmacks enthalten. Ein Bestandteil des kalorienarmen Süßstoffs Aspartam, die Aminosäure Phenylalanin, kann ebenfalls biotechnologisch hergestellt werden. Konservierungsstoffe wie Nisin und Natamycin, die Geschmacksverstärker Glutaminsäure und Inosinsäure, der Aromastoff Vanillin sowie die Vitamine B12, B2 und C sind weitere Beispiele für eine mögliche Anwendung von gv-Mikroorganismen. Bei der Herstellung von Enzymen, die auch in der Lebens- und Futtermittelwirtschaft eine breite Verwendung finden, ist der Einsatz von gv-Mikroorganismen schon nahezu Routine. Fermentation im BioreaktorDie Gewinnung von Stoffen mit Hilfe von Produktionsorganismen erfolgt in einem Fermenter, auch Bioreaktor genannt. In diesem Edelstahltank können die Bedingungen optimal eingestellt werden, sodass sich die winzigen Helfer rasch vermehren und große Mengen der erwünschten Substanz bilden. Nach Ende der Wachstumsphase wird der Stoff isoliert und gereinigt. Manche Organismen geben den Stoff jedoch nicht in das Kulturmedium ab, sondern bilden ihn innerhalb der Zelle. Dann ist die Gewinnung etwas aufwändiger: Die Kulturen werden "geerntet", das gewünschte Produkt freigesetzt und entsprechend aufgearbeitet. Störende Nebenprodukte aus der Fermentation trennen die Hersteller vom gewünschten Erzeugnis. Dann wird der Stoff mit Hilfe von modernen Methoden auf Reinheit überprüft und schließlich konzentriert. Nach Abschluss dieser Prozedur sind die Mikroorganismen und ihre Überreste im Endprodukt nicht mehr vorhanden. Ihre Erbsubstanz DNA ist nicht mehr nachweisbar. Gentechnik bei Mikroorganismen: Höhere Ausbeute, einfache ProduktionDie Gentechnik bietet verschiedene Ansätze, die zur Produktion von Vitaminen, Enzymen, Aminosäuren oder anderen Wirkstoffen eingesetzten Mikroorganismen zu "optimieren".
In der Praxis kann auch das
Nährmedium, welches Bakterien und Hefen im jeweiligen
Stoffwechselprozess verwerten, aus gentechnisch veränderten Quellen stammen.
Verschiedene Substrate (
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