Mit der Gentechnik ist es
möglich, einzelne Gene gezielt zu übertragen. Was
bei Bakterien und Pflanzen schon fast Routine
ist, bereitet bei Tieren immer noch Probleme. Bis
auf einige Anwendungsfelder in der Medizin haben
gentechnisch veränderte Tiere bislang kaum
praktische Bedeutung. Lebensmittel von gv-Tieren
wird es in Europa vorerst nicht geben.
Gentechnik bei Tieren: Der Stand der Dinge
Gentechnisch veränderte Tiere werden in der Praxis
derzeit nicht genutzt - wenigstens, wenn es um Rinder,
Schweine oder Hühner für die menschliche Ernährung geht. Erst einmal
ist es notwendig, das Wissen um die Funktion und das Zusammenspiel der
Gene zu erweitern.
Von Mikroinjektion bis
Kerntransfer:
So entsteht ein transgenes Tier
Die Erzeugung eines transgenen Tiers
bereitet häufig Schwierigkeiten - auch wenn sich die
Erfolgsquote in den vergangenen Jahren verbessert hat. Hier die
wichtigsten Transformationstechniken im Überblick.
Transgene Tiere in der
Landwirtschaft:
Keine Anwendung in der Praxis
Die Gentechnologie soll die Zucht von
Nutztieren erleichtern. In naher Zukunft wird es aber keine
praktische Anwendung geben. Häufig ist es schwierig,
wirtschaftlich interessante Gene zu finden, die in das Genom
von Tieren eingeführt werden können.
Transgene Tiere in der Medizin:
Arzneimittelproduktion und
Organtransplantate
Transgene Tiere können in der Medizin
vielfältig eingesetzt werden - für die Entwicklung von Therapien,
zur Produktion von Arzneimitteln oder als Organspender.
Fische: Die ersten
gentechnisch veränderten Tiere auf dem Teller?
Mit schnell wachsenden
Lachsen stehen die ersten für den Verzehr bestimmten
transgenen Fische an der Schwelle der
Markteinführung. Bei weiteren Arten wird mit
gentechnischen Verfahren experimentiert. Dabei geht
es vor allem darum, Größe und
Wachstumsgeschwindigkeit der Fische zu beeinflussen.
Klonen ist in der Natur ein
gängiges Prinzip. Bereits Anfang des vergangenen
Jahrhunderts entstand das erste von Menschenhand
geklonte Tier. Mit Dolly gelangte die
Technik in den Blickpunkt der
Öffentlichkeit.