| Fr 12.03.2010 | | | 23:08 Uhr |
Gentechnik. Wissen, was ist. ![]()
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Die Erzeugung eines transgenen Tiers bereitet häufig Schwierigkeiten, da die Methoden nicht ausgereift sind. Hier die verschiedenen Transformationstechniken im Überblick. Bei der Maus hat man mit gentechnischen Anwendungen die meisten Erfahrungen. Die Erkenntnisse lassen sich jedoch nur bedingt auf andere Tiere übertragen. Ob Rind, Schaf oder Huhn – jede Art hat ihr eigenes Fortpflanzungssystem. Daher sind artspezifische Techniken unabdingbar. Im Allgemeinen lassen sich jedoch fünf verschiedene Strategien zur Produktion von gentechnisch veränderten Tieren unterscheiden:
Ein weiteres Problem ist, dass weniger als zehn Prozent das Transgen
in die nächste Generation vererben. Eine Ursache dafür kann sein,
dass nicht alle Zellen die neue Erbinformation tragen, da der Einbau
des Gens zu spät erfolgt ist. Diese Tiere werden genetische Mosaike,
auch Chimäre genannt. Doch auch wenn das Gen stabil in das Genom der
Keimzellen eingebaut worden ist, ist die Nachzüchtung nicht
garantiert, da die mütterlichen und väterlichen Gene zufällig
aufgeteilt werden. Aus diesem Grund wird häufig überlegt, ob man das
2. KerntransferNutzt man den
3. Transformation von SpermienDie Übertragung von fremdem genetischem Material in das Genom von Spermien ist zumindest bei Mäusen gelungen. Die Technik ist jedoch mit Schwierigkeiten verbunden. Das Spermatozoen-Genom nimmt die Fremd-DNA häufig nicht an. Außerdem stirbt ein Großteil der Spermien im Labor rasch ab. 4. Embryonale StammzelltechnikForscher entnehmen einem Tier Embryonen, die sich bereits einige Tage entwickelt haben und isolieren embryonale Stammzellen. Im Labor bringt man das Fremdgen ein und injiziert die transgene Zelle in einen neuen Embryo. Dieser entwickelt sich in einer Leihmutter weiter. 5. Einsatz retroviraler VektorenEinige Forscher nutzen Viren als "Transportmittel", um fremde Gene in Zellen einzuschleusen. Dabei werden Teilbereiche des Virusgenoms durch die gewünschte DNA ersetzt; die Bildung von Hüllen und infektiösen Viren ist ausgeschaltet. Die Technik hat bei Rindern, Schweinen und Mäusen funktioniert. Da das Virus den Stoffwechsel der Wirtszelle zur Vermehrung nutzt, findet es den Weg zum Zellkern "von selbst". Aus diesem Grund ist die Transformationsrate bis zu 50 Mal höher als bei anderen Systemen. Wissenschaftler der Münchner Universität haben mit dieser Methode in UV-Licht grün leuchtende Schweine geschaffen. Das Gen für das fluoreszierende Eiweiß stammt aus einer Tiefseequalle und dient dazu, Veränderungen des Genoms sichtbar zu machen. Auch wenn das Verfahren eine interessante Option ist, muss es technisch noch weiterentwickelt werden.
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