| Fr 03.09.2010 | | | 07:05 Uhr |
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Bereits im Jahre 1985 haben Forscher die ersten transgenen Schafe und Schweine geschaffen. Seitdem sind die verschiedenen Transformationstechniken weiterentwickelt worden, und die Erfolgsquote hat sich verbessert. Dennoch ist die Erzeugung eines transgenen Tieres weiterhin mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Viele Jahre war die Mikroinjektion die Methode der Wahl. Doch die Technik ist insbesondere bei größeren Tieren wie Rindern, Schafen und Schweinen wenig effizient. Daher suchten die Forscher nach alternativen Techniken. Heutzutage werden transgene Nutztiere bevorzugt mithilfe des somatischen Kerntransfers erzeugt. Im Folgenden sind die wichtigsten Transformationstechniken im Überblick dargestellt.
Somatischer KerntransferDer somatische
Beim Kerntransfer wird der Einbau des fremden Erbmaterials nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt vorgenommen. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zur Mikroinjektion sind die geringeren Kosten und der geringere "Verbrauch" von Versuchstieren. Im vergangenen Jahrzehnt sind die Techniken effizienter geworden, obwohl die Erfolgsquote auch heute noch niedrig ist. Bei den meisten Spezies liegt sie zwischen zwei bis fünf Prozent. Lediglich bei Rindern sind 15 bis 20 Prozent der Nachkommen lebensfähig (siehe Tabelle). Einsatz retroviraler VektorenEinige Forscher nutzen Viren als "Transportmittel", um fremde Gene in Zellen einzuschleusen. Dabei werden Teilbereiche des Virusgenoms durch die gewünschte DNA ersetzt; die Bildung von Hüllen und infektiösen Viren ist ausgeschaltet. Da das Virus den Stoffwechsel der Wirtszelle zur Vermehrung nutzt, findet es den Weg zum Zellkern "von selbst". Der Einsatz retroviraler Vektoren ist mit einer Erfolgsquote von 75 Prozent sehr effizient, aber nur für kleinere Tiergruppen wie etwa Vögel geeignet. Embryonale StammzelltechnikForscher entnehmen einem Tier Embryonen, die sich bereits einige Tage entwickelt haben und isolieren embryonale Stammzellen. Im Labor bringt man das Fremdgen ein und injiziert die transgene Zelle in einen neuen Embryo. Dieser entwickelt sich in einer Leihmutter weiter. Bei Nutztieren wird diese Technik nicht angewandt, da bis zum heutigen Zeitpunkt keine "echten" embryonalen Stammzellen aus größeren Säugern isoliert werden konnten.
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