| Sa 13.03.2010 | | | 17:59 Uhr |
Gentechnik. Wissen, was ist. ![]()
Newsletter
|
Die praktische Anwendung von gv-Nutztieren in der Landwirtschaft liegt noch in weiter Ferne. Ein Grund ist, dass die gentechnischen Methoden nicht so weit entwickelt sind wie bei Pflanzen. Zudem kennt man derzeit kaum wirtschaftlich interessante Gene, die in das Genom von Tieren eingeführt werden könnten. Die Züchtung von landwirtschaftlichen Nutztieren hat sich sehr gewandelt. Fortpflanzungstechnologien wie künstliche Besamung und Befruchtung gehören inzwischen zum Alltag der Erzeuger. Auch die Gendiagnostik wird häufig genutzt, um die Selektion für die Weiterzucht zu verfeinern. Dazu testet man die Tiere mithilfe von DNA-Sonden auf bestimmte Gene, um gezielt nach gewünschten und unerwünschten Eigenschaften wie auch Erbkrankheiten auszuwählen.
2. Veränderung der Eigenschaften tierischer ProdukteDie Qualität von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Eier und Wolle soll mithilfe der Gentechnik verbessert werden. Das bevorzugte Forschungsobjekt ist dabei die Kuhmilch. Ziel ist etwa eine fettarme und besonders nährstoffreiche oder auch laktosearme Milch, von der Menschen mit einer Unverträglichkeit für Milchzucker profitieren würden. Zudem versuchen Gentechniker, den Gehalt an bestimmten Proteinen, den Kaseinen, zu erhöhen, um die Käseherstellung zu vereinfachen.Auch an mit Omega-3-Fettsäuren angereichertem Schweinefleisch wird intensiv geforscht. Zudem möchten Wissenschaftler die für den unerwünschten Ebergeruch verantwortlichen Gene ausschalten. Dann wäre das Kastrieren der Ferkel nicht mehr notwendig.3. Verminderung der KrankheitsanfälligkeitDie intensive Haltung von Nutztieren führt vielfach zu einer erhöhten Empfindlichkeit für Stress und Krankheiten. Daher werden die Tiere oft mit Arzneimitteln behandelt, was mit hohen Kosten verbunden ist. Die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten ist von Tier zu Tier
unterschiedlich. Die Forscher suchen nach Genen, die diese
Eigenschaft vermitteln, isolieren sie und statten die Nutztiere
damit aus. Man kann auch auf gentechnischem Weg immunisieren. Dazu
überträgt man die Erbinformation für Antikörper, die den jeweiligen
Krankheitserreger angreifen. Ein internationales Forscherteam hat angeblich gentechnisch
veränderte Holsteiner-Rinder geschaffen, denen die so genannten Prione fehlen. In einer infektiösen Form lösen diese Eiweiße
vermutlich die Gehirnerkrankung BSE aus. Durch die Inaktivierung von
Genen ( 4. Verbesserter Aufschluss des FuttersIn den USA könnte man jährlich eine Milliarde US-Dollar an Futterkosten sparen, wenn alle Schweine ihr Futter um zwanzig Prozent besser ausnutzen würden. Ein Beispiel: Landwirte versorgen ihre Schweine zusätzlich mit Phosphor, da sie den Nährstoff nicht ausreichend aus der Nahrung beziehen können. Mithilfe der Gentechnik wird das Gen für Phytase übertragen – das Enzym, das Phosphorverbindungen abbaut. Ganz nebenbei hätte die Entwicklung auch Vorteile für die Umwelt, da sich die Phosphatbelastung durch Schweinemist deutlich reduzieren würde. Mehr bei TransGen |
Schnellsuche
Tiere
Fische
Weitere Informationen
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
|
© 1997 - 2010 i-Bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | Website by Webmotive