| Fr 03.09.2010 | | | 07:12 Uhr |
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Transgene Nutztiere finden in der Landwirtschaft bislang keine praktische Anwendung. Häufig ist es schwierig, wirtschaftliche interessante Gene zu finden, die in das Genom der Tiere eingeführt werden können. Die Entwicklung von die Umwelt schonenden Schweinen ist am weitesten fortgeschritten. Möglicherweise könnten transgene Schweine, deren Ausscheidungen weniger phosphatbelastet sind, in einigen Jahren in Kanada und den USA auf den Markt kommen. Die Züchtung von landwirtschaftlichen Nutztieren hat sich sehr gewandelt. Fortpflanzungstechnologien wie künstliche Besamung und Befruchtung gehören inzwischen zum Alltag der Erzeuger. Auch die Gendiagnostik wird häufig genutzt, um die Selektion für die Weiterzucht zu verfeinern. Dazu testet man die Tiere mithilfe von DNA-Sonden auf bestimmte Gene, um gezielt nach gewünschten und unerwünschten Eigenschaften wie auch Erbkrankheiten auszuwählen.
2. Veränderung der Eigenschaften tierischer ProdukteDie Qualität von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Eier und Wolle soll mithilfe der Gentechnik verbessert werden. Das bevorzugte Forschungsobjekt ist dabei die Kuhmilch. Ziel ist etwa eine fettarme und besonders nährstoffreiche oder auch laktosearme Milch, von der Menschen mit einer Unverträglichkeit für Milchzucker profitieren würden. Zudem versuchen Gentechniker, den Gehalt an bestimmten Proteinen, den Kaseinen, zu erhöhen, um die Käseherstellung zu vereinfachen.Auch an mit Omega-3-Fettsäuren angereichertem Schweinefleisch wird intensiv geforscht. Zudem möchten Wissenschaftler die für den unerwünschten Ebergeruch verantwortlichen Gene ausschalten. Dann wäre das Kastrieren der Ferkel nicht mehr notwendig.3. Verminderung der KrankheitsanfälligkeitDie intensive Haltung von Nutztieren führt vielfach zu einer erhöhten Empfindlichkeit für Stress und Krankheiten. Daher werden die Tiere oft mit Arzneimitteln behandelt, was mit hohen Kosten verbunden ist. Die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten ist von Tier zu Tier
unterschiedlich. Die Forscher suchen nach Genen, die diese
Eigenschaft vermitteln, isolieren sie und statten die Nutztiere
damit aus. Man kann auch auf gentechnischem Weg immunisieren. Dazu
überträgt man die Erbinformation für Antikörper, die den jeweiligen
Krankheitserreger angreifen. 4. Verbesserter Aufschluss des FuttersIn den USA könnte man jährlich eine Milliarde US-Dollar an Futterkosten sparen, wenn alle Schweine ihr Futter um zwanzig Prozent besser ausnutzen würden. So versorgen Landwirte ihre Schweine zusätzlich mit Phosphor, da sie den Nährstoff nicht ausreichend aus der Nahrung beziehen können. Mithilfe der Gentechnik wird das Gen für Phytase übertragen – das Enzym, das Phosphorverbindungen abbaut. Ganz nebenbei hat die Entwicklung auch Vorteile für die Umwelt, da sich die Phosphatbelastung durch Schweinemist deutlich reduziert. Mehr bei TransGen |
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