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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Baden-Württemberg

Ergebnisse 2010 im Überblick

  • 2010 wurden in Baden-Württemberg 492 Lebensmittelproben auf Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht.

  • Sojahaltige Lebensmittel: In jeder fünften Probe (25 von 117) waren gv-Sojabohnen nachweisbar. Bei 19 der 25 GVO-positiven Proben lag der Anteil bei höchstens 0,1 Prozent.  Der Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent wurde lediglich bei zwei Proben Sojalecithin brasilianischer Herkunft überschritten. Das Sojalecithin sollte für die Herstellung von Schokoladenerzeugnissen verwendet werden.
    In der Gastronomie wurden Behältnisse mit Sojaöl entdeckt, das laut Etikett mit gv-Soja hergestellt wurde. In der Speisekarte fand sich aber kein Hinweis, dass Speisen dieses Öl als Zutat enthalten.

  • Maishaltige Lebensmittel: Vier Prozent der Proben (7 von 167) waren GVO-positiv. Bei zwei der sieben Proben lag der GVO-Anteil bei höchstens 0,1 Prozent. Fünf Proben Maischips und Reissticks (mit Maisstärke, Maismehl) philippinischer Herkunft überschritten den Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent.


Soja und Mais: Anteil der GVO-positiven Proben
Ergebnisse Baden-Württemberg, Angaben in Prozent

 


Soja und Mais: Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht
Ergebnisse Baden-Württemberg, absolute Zahlen

 

  Sojahaltige Lebensmittel Maishaltige Lebensmittel  
  Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Proben gesamt
2000 133 16 3 43 4 0 219
2001 103 14 1 92 19 0 250
2002 116 29 3 90 8 0 237
2003 125 43 11 112 34 0 253
2004 141 38 3 125 33 0 382
2005 184 61 6 162 25 0 465
2006 181 61 0 136 10 0 653
2007 181 70 0 174 9 0 686
2008 172 57 1 183 7 1 661
2009 166 45 4 179 10 3 770
2010 117 25 2 167 7 5 492

*>1% vor dem 18.4.2004

Einzelergebnisse
und besondere Untersuchungsprogramme 2010

Leinsamen

35 Proben

kein Nachweis

Raps

31 Proben Rapssaat;
20 Proben Senf

kein Nachweis

Rapshonig

16 Proben

3 Proben enthielten gv-Raps (GT73 und MS8). Honig aus Deutschland war "gentechnikfrei".

Reis

77 Proben

Eine Probe Reisnudeln aus China enthielt Anteile des nicht zugelassenen gv-Reises KeFeng 6 (in der EU nicht zugelassen)

Bio-Produkte

22 Soja-Proben

4 Proben enthielten sehr geringe Spuren gv-Soja von weniger als 0,05 Prozent.

13 Mais-Proben

kein Nachweis

Weitere gv-Pflanzen in Lebensmitteln

29 Proben:
Papaya, Kartoffelprodukte, Zuckerrüben, Tomate (Stichproben)

kein Nachweis

Saatgut

50 Maissaatgut-Proben,
31 Rapssaatgut-Proben,
  9 Leinsaatgut-Proben,
  7 Sojasaatgut-Proben

2 Maissaatgut-Proben enthielten sehr geringe Spuren gv-Mais (MON810); eine Soja-Probe enthielt gv-Soja (RoundupReady).

 

In Baden-Württemberg ist das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Diese Behörde ist auch Mitglied des Europäischen Netzwerks der Referenzlaboratorien (ENGL).

 

24. Februar 2010 [nach oben springen]

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