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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Baden-Württemberg

Ergebnisse 2012 im Überblick

  • 2012 wurden in Baden-Württemberg 670 Lebensmittelproben auf Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht. Davon waren 48 (7%) GVOGVO-positiv.

  • Spuren nicht zugelassener gv-Pflanzen, für die in der EU NulltoleranzNulltoleranz gilt, wurden in jeweils zwei Proben von indischem Basmati-Reis bzw. schwarzem Senf festgestellt.

  • Sojahaltige Lebensmittel: In etwa jeder vierten Probe (31 von 137) waren gv-Sojabohnen nachweisbar (fast ausschließlich Soja GTS 40-3-2).  Bei einem Großteil der Proben (26 von 31) lag der Anteil bei höchstens 0,1 Prozent. Der KennzeichnungsschwellenwertKennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent wurde lediglich bei zwei Proben überschritten - bei Sojalecithin eines Schokoladenherstellers sowie gefüllten Teigwaren.

  • Maishaltige Lebensmittel: Nur noch ein Prozent der Proben (2 von 193) waren GVO-positiv. Bei Maischips philippinischer Herkunft wurde der Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent überschritten, sie enthielten hohe Anteile von zugelassenem gv-Mais MON810 und NK603.

  • Bei der im Rahmen eines Sonderprogramms durchgeführten Untersuchung von Ernteproben (insgesamt 96 Proben von Mais, Raps, Soja, Leinsaat und Zuckerrüben) wurden in zwei Sojaproben geringe Spuren von gv-Soja (RoundupReady) nachgewiesen.


Soja und Mais: Anteil der GVO-positiven Proben
Ergebnisse Baden-Württemberg, Angaben in Prozent

 


Soja und Mais: Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht
Ergebnisse Baden-Württemberg, absolute Zahlen

 

  Sojahaltige Lebensmittel Maishaltige Lebensmittel  
  Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Proben gesamt
2000 133 16 3 43 4 0 219
2001 103 14 1 92 19 0 250
2002 116 29 3 90 8 0 237
2003 125 43 11 112 34 0 253
2004 141 38 3 125 33 0 382
2005 184 61 6 162 25 0 465
2006 181 61 0 136 10 0 653
2007 181 70 0 174 9 0 686
2008 172 57 1 183 7 1 661
2009 166 45 4 179 10 3 770
2010 117 25 2 167 7 5 492
2011 163 45 2 124 3 2 647
2012 137 31 2 193 1 1 670

*>1% vor dem 18.4.2004

Einzelergebnisse 2012

Raps und Soja in Honig

53 Proben

10 Proben von insgesamt 48 untersuchten Importhonigen enthielten Spuren von gentechnisch veränderter Soja; Es wurde lediglich zugelassene gv-Soja (Roundup Ready) gefunden (Blütenhonig "Mischung aus EU und nicht-EU-Ländern", ein Honig aus Brasilien).

Anders als im Vorjahr wurden keine Spuren von nicht zugelassenem gv-Raps nachgewiesen.

Raps in Saat und Öl

45 Proben

kein Nachweis

Raps in Senf

11 Proben

2 Proben von scharfem Senf enthielten gv-Raps (GT73) in sehr geringen Spuren. Für eine solche "botanische Verunreinigung" durch Gt73-Raps in Senf besteht in der EU keine Zulassung.

Leinsamen

48 Proben

kein Nachweis

Reis

122 Proben

2 Proben von indischem Basmati-Reis enthielten Spuren (unter 0,1%) von gv-Reis, dessen genaue Identifizierung nicht möglich war.

Soja in Backmischungen und Süßwaren

24 Proben

2 Proben GVO-positiv

Weitere gv-Pflanzen in Lebensmitteln

37 Proben:
Papaya, Kartoffel, Zuckerrübe, Tomate

kein Nachweis

Bio-Produkte

37 Soja-Proben

7 Proben enthielten sehr geringe Spuren gv-Soja, deutlich unter 0,1 Prozent.

11 Mais-Proben

kein Nachweis

 

In Baden-Württemberg ist das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Diese Behörde ist auch Mitglied des Europäischen Netzwerks der Referenzlaboratorien (ENGL).

 

Jenny fragt: Wie funktioniert eigentlich die PCR-Methode? Ob Kriminalistik, Vaterschaftstest, Forschung oder Lebensmittelüberwachung - ohne PCR geht kaum etwas. Damit können ganz bestimmte DNA-Abschnitte nachgewiesen werden.
05. April 2013 [nach oben springen]

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