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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Baden-Württemberg

Ergebnisse 2014 im Überblick

  • 2014 wurden in Baden-Württemberg 626 Lebensmittelproben auf Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht. Davon waren 72 (11,5 %) GVOGVO-positiv.

  • Sojahaltige Lebensmittel: In 34 Prozent der Proben (51 von 150) waren zugelassene gv-Sojabohnen nachweisbar - meistens in sehr geringen Spuren (< 0,1 %). GVO-Anteile über 0,1 Prozent wurden in lediglich sechs Proben festgestellt. Der SchwellenwertSchwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9 Prozent wurde bei zwei Sojaprodukten (Sojalecithin) überschritten. In beiden Fällen lagen die gv-Soja-Anteile bei über zehn Prozent.

  • Maishaltige Lebensmittel: Nur eine von 107 maishaltigen Lebensmittelproben (Teigwaren aus China) enthielt in geringen Spuren (< 0,05 %) zugelassenen gv-Mais NK603.


Soja und Mais: Anteil der GVO-positiven Proben
Ergebnisse Baden-Württemberg, Angaben in Prozent

 


Soja und Mais: Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht
Ergebnisse Baden-Württemberg, absolute Zahlen

 

  Sojahaltige Lebensmittel Maishaltige Lebensmittel  
  Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9% Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9% Proben gesamt
2005 184 61 6 162 25 0 465
2006 181 61 0 136 10 0 653
2007 181 70 0 174 9 0 686
2008 172 57 1 183 7 1 661
2009 166 45 4 179 10 3 770
2010 117 25 2 167 7 5 492
2011 163 45 2 124 3 2 647
2012 137 31 2 193 1 1 670
2013 163 45 0 130 1 1 721
2014 150 51 2 107 1 0 626

 

Weitere Ergebnisse 2014

Raps und Soja in Honig

47 Proben

Obwohl der Schwerpunkt bei Import-Honigen aus Nicht-EU-Ländern lag (40 Proben), wurden in keiner der Proben Bestandteile von gv-Pflanzen nachgewiesen.

Raps in Saat und Öl

32 Proben

in 2 Proben Rapssaat aus einer Ölmühle wurde gv-Raps GT73 nachgewiesen. Dieser Raps ist für die Verarbeitung zu Öl zugelassen.

Reis

60 Proben

kein Nachweis

Papaya

27

kein Nachweis

Weitere gv-Pflanzen in Lebensmitteln

60 Proben:
Leinsaat, Kartoffel, Zuckerrübe

kein Nachweis

 

Botanische Verunreinigungen

Raps in Senf

31 Proben

5 Proben enthielten Spuren von zugelassenem gv-Raps. Eine der Senfproben enthielt zusätzlich gv-Raps GT73, der für diesen Verwendungszweck noch nicht zugelassen war.

Soja v. a. in Weizen und Teigwaren

121 Proben

13 Proben enthielten zugelassene gv-Soja in geringen Spuren (< 0,1 %)

 

Sonstige

Gv-Mikroorganismen (Bacillus subtilis) in Vitamin B2-Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln

9 Proben

kein Nachweis

Lachs

11 Proben

kein Nachweis

Bio-Produkte (Teil der Gesamt-Proben)

73 Soja-Proben

17 Proben (23%) enthielten sehr geringe Spuren gv-Soja unter 0,1 Prozent.

14 Mais-Proben

kein Nachweis

Untersuchung von Ernteproben

106 Proben (Mais 49, Raps 24, Soja 15, Leinsaat 16 und Zuckerrüben 2)

Lediglich in einer Probe Sojabohnen waren minimale Spuren (< 0,05 %) gv-Soja nachweisbar.

 

In Baden-Württemberg ist das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Diese Behörde ist auch Mitglied des Europäischen Netzwerks der Referenzlaboratorien (ENGL).

 

Jenny fragt: Wie funktioniert eigentlich die PCR-Methode? Ob Kriminalistik, Vaterschaftstest, Forschung oder Lebensmittelüberwachung - ohne PCR geht kaum etwas. Damit können ganz bestimmte DNA-Abschnitte nachgewiesen werden.
18. März 2015 [nach oben springen]

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