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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Hessen

Ergebnisse 2010 im Überblick

  • 2010 wurden in Hessen 858 Lebensmittelproben auf Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht.

  • Sojahaltige Lebensmittel: In 46 Prozent der Proben (37 von 80) waren gv-Sojabohnen nachweisbar. Bei 27 dieser Proben lag der Anteil unter 0,1 Prozent und in 10 Proben zwischen 0,1 und 0,9 Prozent. Der Schwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9 Prozent wurde in keiner Probe überschritten.

  • Maishaltige Lebensmittel: 98 Proben Maismehl und Knabberartikel wurden untersucht, von denen 2 Erzeugnisse wegen einer fehlenden Kennzeichnung beanstandet wurden. Bei einem weißen Maismehl wurde ein GVO-Anteil von mehr als 5 Prozent festgestellt. Bei einer Probe "Maischips mit Käsegeschmack", das auf den Philippinen hergestellt und über die Niederlande importiert wurde, lag der GVO-Anteil ebenfalls deutlich über dem Kennzeichnungsschwellenwert. Zusätzlich wurden 12 Proben Maisstärke untersucht, die "gentechnikfrei" waren.


Soja und Mais: Anteil der GVO-positiven Proben
Ergebnisse Hessen, Angaben in Prozent

 


Soja und Mais: Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht
Ergebnisse Hessen, absolute Zahlen

 

  Sojahaltige Lebensmittel Maishaltige Lebensmittel  
  Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Anzahl Proben GVO- positiv GVO- Anteil >0,9%* Proben gesamt
2001 88 16 4 66 0 0 154
2002 175 29 0 93 12 0 286
2003 157 30 0 123 13 0 280
2004 119 27 1 129 24 0 398
2005 157 41 5 50 5 0 798
2006 91 32 0 76 20 0 449
2007 64 34 9 112 11 0 700
2008 82 28 1 94 11 6 618
2009 164 37 2 72 13 0 888
2010 80 37 0 110   2 858

*>1% vor dem 18.4.2004

Einzelergebnisse
und besondere Untersuchungsprogramme 2010

Leinsamen

155

kein Nachweis

Reis

75 Proben kein Nachweis

34 Proben Reisnudeln

11 Proben enthielten den gv-Reis Kefeng 6 (in der EU nicht zugelassen).

Weitere gv-Pflanzen in Lebensmitteln

150 Proben Papayas,
77 Proben Kartoffelprodukte,
51 Zucchini

kein Nachweis

Saatgut

40 Proben (28 Proben Mais, 1 Probe Leinsamen, 11 ganze Maispflanzen)

Bei einer Maissaatgut-Probe wurden Spuren des gv-Maises NK603 nachgewiesen.

Bei den 11 ganzen Maispflanzen bestand der Verdacht einer gentechnischen Veränderung. Es wurden tatsächlich die gv-Linien NK603 und GA21.

Futtermittel

41 Proben

In den 30 sojahaltigen Futtermitteln war durchweg gv-Soja nachweisbar. Die 21 Mais-Futtermittel und je 7 Produkte mit Leinsamen beziehungsweise Raps waren "gentechnikfrei".

 

In Hessen ist innerhalb des Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz das Hessische Landeslabor für die Durchführung der Lebensmittelüberwachung zuständig.

 

15. September 2011 [nach oben springen]

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