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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Nordrhein-Westfalen

Ergebnisse 2010 im Überblick

Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das die aktuellen Ergebnisse der Gentechnik-Kontrollen bei Lebensmitteln, Saatgut und Futtermitteln öffentlich zugänglich macht. Der "Gentechnik-Report" führt Proben mit minimalen GVO-Spuren unterhalb von 0,1 Prozent unter "ohne Befund" aus. Daher sind die Resultate nicht mit den Überwachungsergebnissen anderer Bundesländer vergleichbar, die in der Regel positive Proben mit einem GVO-Anteil unter 0,1 Prozent gesondert ausweisen.

Lebensmittel

Im Jahr 2010 standen bislang 39 Lebensmittelproben aus verschiedenen Produktgruppen auf dem Prüfstand. Beispiele sind Popcorn, Maiskörner, Maisgebäck, Maisgrieß und -mehl, Kartoffelchips, Erdnussflips, Sojabratlinge und Sojadrinks. In keinem Fall wurden Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen nachgewiesen.

Futtermittel

2010 wurden in NRW 146 Futtermittel untersucht, von denen 125 nicht gekennzeichnet waren. 113 Proben waren "frei von Gentechnik" oder enthielten nur sehr geringe GVO-Spuren von weniger als 0,1 Prozent. In fünf Soja- und zwei Mais-Futtermitteln lag der GVO-Anteil zwischen 0,1 und 0,9 Prozent. Sechs Soja-Futtermittel wurden beanstandet, da der Schwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9 Prozent überschritten wurde. In 12 Prozent der Proben wurde gv-Soja nachgewiesen, aber der GVO-Anteil war nicht bestimmbar.

21 Futtermittel waren als gentechnisch verändert gekennzeichnet. Bei einigen Produkten musste von einer vorsorglichen Kennzeichnung ausgegangen werden.

Saatgut

Im Jahr 2010 haben die Kontrolleure in NRW 12 Mais-, 75 Raps- und 10 Senf-Saatgutproben untersucht. In je zwei Mais- und Raps-Saatgutproben wurden geringe Spuren von gv-Pflanzen unter 0,1 Prozent nachgewiesen. Das Senf-Saatgut war "gentechnikfrei".

Auch für das Jahr 2011 liegen bereits Ergebnisse vor: Es wurden 16 Mais-, 74 Raps- und 9 Senf-Saatgutproben kontrolliert und in vier Proben gentechnisch veränderter Mais entdeckt. Das Raps- und Senf-Saatgut war frei von gentechnisch veränderten Bestandteilen.

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01. Dezember 2011 [nach oben springen]

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