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Lebensmittelüberwachung Gentechnik:
Nordrhein-Westfalen

Ergebnisse 2011 im Überblick

Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das die aktuellen Ergebnisse der Gentechnik-Kontrollen bei Lebensmitteln, Saatgut und Futtermitteln öffentlich zugänglich macht. Der "Gentechnik-Report" führt Proben mit minimalen GVO-Spuren unterhalb von 0,1 Prozent unter "ohne Befund" aus. Daher sind die Resultate nicht mit den Überwachungsergebnissen anderer Bundesländer vergleichbar, die in der Regel positive Proben mit einem GVO-Anteil unter 0,1 Prozent gesondert ausweisen.

Im Jahr 2011 standen 583 Lebensmittelproben aus verschiedenen Produktgruppen auf dem Prüfstand. Der Schwerpunkt lag auf Soja- und Mais-Lebensmitteln.

Soja-Lebensmittel. Im Jahr 2011 nahmen die Kontrolleure in Nordrhein-Westfalen sojahaltige Erzeugnisse wie beispielsweise Sojadrinks, Tofu, Fertiggerichte auf Sojabasis, Säuglingsnahrung und Diäterzeugnisse unter die Lupe. Bei 21 Proben fanden die Kontrolleure Spuren von gentechnisch veränderten Sojabohnen von mehr als 0,1 Prozent. Es waren vor allem Fleischersatzprodukte wie vegetarische Würstchen und Fertiggerichte auf Sojabasis. Bei 2 von 3 Diätprodukten und 10 von 14 Proben Säuglingsnahrung auf Sojabasis, darunter 5 Spezialprodukte für Kinder mit Kuhmilchallergie, waren GVO-Spuren nachweisbar. Der Schwellenwert für die Kennzeichnung wurde in keinem Fall überschritten.

Mais-Lebensmittel. Im Jahr 2011 standen maishaltige Erzeugnisse wie beispielsweise Maiskörner, Maisgrieß, Maismehl, Puffmais und Maiskonserven auf dem Prüfstand. Bei einem von 13 Proben Popcorn fanden die Kontrolleure GVO-Spuren über 0,1 Prozent, aber unter dem Schwellenwert von 0,9 Prozent.

Reis. In 3 von 26 Proben Reisnudeln aus China fanden die Kontrolleure gv-Reis, der in der Europäischen Union nicht zugelassen ist.

Honig. 51 Honige aus Deutschland, aus dem europäischen Ausland, aber auch Argentinien, Mexiko und Chile standen auf dem Prüfstand. In keiner Probe fanden die Kontrolleure Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Weitere gv-Pflanzen in Lebensmitteln. Die untersuchten Proben Leinsamen (31), Kartoffeln (25), Mungobohnenkeimlinge (13) und Papaya (20) waren "gentechnikfrei".

Saatgut. Im Jahr 2011 haben die Kontrolleure in NRW 16 Mais-, 74 Raps- und 9 Senf-Saatgutproben kontrolliert und in vier Proben gentechnisch veränderter Mais entdeckt. Das Raps- und Senf-Saatgut war frei von gentechnisch veränderten Bestandteilen.

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Ergebnisse
Lebensmittelüberwachung: Die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer 2011
Lebensmittelüberwachung: Die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer 2010

16. Mai 2012 [nach oben springen]

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