Hirse

Hirse
Hirse

Mohrenhirse - auch Zuckerhirse genannt (oben) und Hirsefeld bei Straubing (unten)

Foto oben: aufgenommen im Schaugarten des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, Köln.

Wissenschaftlicher Name: Sorghum bicolor

Familie: Süßgräser (Poaceae))

Wuchsform: Das einjährige Gras hat eine Wuchshöhe von 0,5 bis sieben Metern. Der Haupthalm ist nicht wie bei den meisten Gräsern hohl, sondern mit Mark gefüllt. In einem Ährchen sind zwei Blüten zusammengefasst, die Ährchen sind in einer Rispe angeordnet. Die Hirse ähnelt im Pflanzenbau sehr dem Mais.

Früchte: Von den beiden Blüten eines Ährchens ist nur eine als Zwitterblüte voll ausgebildet und bildet die für Gräser typische Frucht, eine einsamige Schließfrucht (Karyopse). Sie fällt als Ganzes von der Pflanze. Bei dem Fruchttyp der Karyopse ist die Fruchtwand mit der Samenschale verwachsen.

Vermehrung: vorwiegend Selbstbefruchtung

Auskreuzung: Sorghum bicolor, Hirse oder Mohrenhirse genannt, ist eine Kulturart. In Süd-Europa ist außer der Mohrenhirse die Wilde Mohrenhirse (Sorghum halepense) verbreitet. Die Sorghum-Arten sind untereinander nahe verwandt, die Möglichkeit einer Kreuzung zwischen Wild- und Kulturformen besteht, ist aber aufgrund der Selbstbefruchtung gering.

Herkunft: Die Hirse stammt ursprünglich vermutlich aus dem nordöstlichen Afrika, das Gebiet des heutigen Äthiopien, Sudan und Tschad.

Geschichte: Die Kultivierung der wilden Hirse begann etwa um 5.000 v. Chr. vermutlich im äquatorialen Ost-Afrika (heute Äthiopien, Sudan, Tschad). Die Hirse wurde um 2.000 v. Chr. weiter nach Indien und China verbreitet, bis sie über den Vorderen Orient in den Mittelmeerraum gelangte. In Amerika wird sie erst seit dem 19. Jahrhundert angebaut.

transGen-Datenbank: Hirse