Papaya

Papayabaum mit Früchten
Papayafrüchte
Papayafrucht

Papayabaum mit Früchten (oben), Papayafrüchte (Mitte), Papayafrüchte enthalten hunderte von kleinen Samen (unten).

Foto (oben): Miroslaw/pixelio.de
Foto (Mitte): Miroslaw/pixelio.de
Foto (unten): Marina Großmann/pixelio.de

Wissenschaftlicher Name: Carica papaya L.

Familie: Melonenbaumgewächse (Caricaceae)

Wuchsform: Die Papayapflanze ist eine mehrjährige Pflanze mit einer unverzweigten Hauptachse, die nur wenig verholzt. Der Stamm ist innen hohl und wird bis zu zehn Meter hoch. Am Ende bilden etwa ein Meter breite Blätter einen schirmförmigen Schopf.

Früchte: Die Papayafrüchte sind botanisch gesehen Beeren. Sie haben eine dünne Schale, ein dickes, orange- oder lachsfarbenes Fruchtfleisch und zahlreiche schwarze Samen. Die ovalen Früchte werden etwa fünfzehn bis dreißig Zentimeter groß.

Vermehrung: Papayapflanzen sind häufig zweihäusig, d.h. sie tragen entweder nur weibliche oder männliche Blüten. Bestäubt werden die weiblichen Blüten durch verschiedene Insekten ebenso wie durch Wind.

Außerdem gibt es einhäusige Pflanzen, die weibliche und männliche oder zwittrige Blüten tragen; bei ihnen tritt neben Fremd- auch Selbstbefruchtung auf.

Unter bestimmten klimatischen Bedingungen kann eine Geschlechtsumkehr stattfinden. Pflanzen mit zunächst männlichen oder zwittrigen Blüten bilden dann für eine gewisse Zeit weibliche Blüten.

Die Blüten erscheinen etwa sechs Monate nach der Keimung. Erst dann zeigt sich, welches Geschlecht die Pflanzen haben.

Auskreuzung: Carica papaya ist nach derzeitigem Stand die einzige Art der Gattung Carica und eine reine Kulturart_. Weitere Arten, die in Mittel- und Südamerika beheimatet sind und früher der Gattung Carica zugeordnet wurden, sind heute unter der Gattung Vasconcella zusammengefasst. Sie sind die der Papaya nächst verwandten Wildarten. Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt. Zwischen Papaya und anderen nahe verwandten Arten bestehen biologische Barrieren, die eine Kreuzung (Hybridisierung) verhindern. Hybride zwischen Carica und Vasconcella konnten künstlich erzeugt werden, die Nachkommen waren aber unfruchtbar.

Anbau: Papayas werden in der Regel durch Samen vermehrt. Die Pflanzen wachsen schnell, bereits zehn bis vierzehn Monate nach der Keimung werden Früchte gebildet, die weitere fünf Monate zur Reifung benötigen.

Herkunft: Das genaue Ursprungsgebiet der Papaya ist unbekannt. Man geht davon aus, dass sie in den Tropen Zentral- und Südamerikas beheimatet ist.

Geschichte: Nach der Entdeckung Amerikas durch die Spanier gelangte die Papaya auch in andere Teile der Welt, zunächst nach Asien, später auch nach Afrika. Heute wird sie in allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.

transGen-Datenbank: Papaya