Okra (Gemüseeibisch)

Okra (Gemüseeibisch)

Die Blüten der Okrapflanze (auch Gemüseeibisch) sind gelb und weisen den typischen Blütenaufbau der Malvengewächse, zu denen auch die Baumwolle gehört, auf. Foto: Federix (Wikipedia)

Die Früchte werden Okraschoten genannt, sind botanisch gesehen aber keine Schoten sondern Kapseln

Foto: Agon S. Buchholz (Wikipedia)

Wissenschaftlicher Name:

Abelmoschus esculentus L.

Familie:

Malvengewächs (Malvaceae)

Wuchsform:

Die einjährige, krautige Pflanze hat einen aufrechten Wuchs und wird etwa ein bis zwei Meter hoch. Der Haupttrieb verholzt im unteren Teil und bildet nicht verholzende Seitentriebe aus.

Früchte:

Die sogenannte Okraschote ist eine Kapselfrucht. Die grünen oder violetten Früchte der Okra sind 10 bis 30 Zentimeter lang, etwa vier Zentimeter im Durchmesser und im Querschnitt meist fünfeckig. Sie bilden zahlreiche runde bis ovale Samen. Die reife Frucht platzt und schleudert die Samen etwa zwei bis drei Meter weit.

Vermehrung:

Die nur einen Tag geöffneten Blüten werden gerne von Insekten besucht und so befruchtet. Bei den zwittrigen, selbstfertilen Blüten ist auch Selbstbefruchtung möglich.

Auskreuzung:

Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt, in Ausnahmen auch zwischen nah verwandten Arten (Bastardierung oder Hybridisierung). Kreuzungen zwischen Okra und anderen Abelmoschus-Arten sind möglich. Die Früchte bilden zwar Samen, diese sind aber nicht keimungsfähig.

Anbau:

Indien liefert als Hauptanbauland über die Hälfte der Weltproduktion an Okraschoten (dort Bhindi genannt). Neben der nur in Kultur wachsenden Okra kommen in Indien Abelmoschus-Arten vor, die mit der kultivierten Okra nahe verwandt sind.

Herkunft:

Verschiedene Wildarten der Gattung Abelmoschus wachsen in Afrika, Indien und Südostasien. Die geografische Herkunft der Okra ist nicht eindeutig geklärt, Ursprungsgebiete werden in Ostafrika Äthiopien) und Asien (Nordindien) vermutet.

Geschichte:

Okraschoten wurden dort bereits vor etwa 4.000 Jahren als Gemüse genutzt. Im 16. Jahrhundert gelangten sie auch in andere Teile der Welt.

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