Arabidopsis (Ackerschmalwand)

Modellpflanze der Genetiker

Arabidopsis

Foto: Leo Michels

Arabidopsis spielt für die Pflanzenforschung eine ähnliche Rolle wie die Maus für die Säugetierforschung.

Arabidopsis ist ein unscheinbares Kohlgewächs (Brassicaceae) und z.B. verwandt mit Raps, Kresse, Blumenkohl, Broccoli und Chinakohl.

Das Arabidopsis-Genom ist eines der kleinsten bekannten Pflanzengenome und setzt sich aus nur fünf Chromosomen zusammen mit rund 25000 Genen. Damit ist das Arabidopsis-Genom im Vergleich zu anderen Pflanzen und Nutzpflanzen ein Winzling. Nutzpflanzengenome wie beispielsweise die von Mais, Weizen und Gerste sind um ein Vielfaches größer.

Arabidopsis hat für die Forschung günstige Eigenschaften wie

  • eine kurze Generationszeit (ca. 6 Wochen vom Samen zur reifen Pflanze),
  • Anspruchslosigkeit
  • kleine Genomgröße
  • viele Mutanten (die in sogenannten „Stock Centers“ seit 1991 zur Verfügung stehen)

Bereits 1986 wurde die erste gentechnische Transformation von Arabidopsis mit Hilfe von Agrobakterien publiziert.

Ende 2000 wurde das Genom, als erstes pflanzliches Genom, von mehreren Forschungsinstituten vollständig entziffert.

Siehe auch

Agrobacterium tumefaciens

Transformation