Lignin

organischer Stoff, der in die pflanzliche Zellwand eingelagert wird und dadurch die Verholzung der Zelle bewirkt

Lignin ist eine dreidimensional vernetzte, aromatische Kohlenwasserstoff-Verbindung. Es ist in der Zellwand von verholzten Pflanzen wie Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen eingelagert und dient dort als Festigungselement. Neben der Zelluose ist Lignin der häufigste organische Stoff der Erde.

Bei der Papierherstellung ist Lignin unerwünscht, weil es zur Vergilbung beiträgt. Deshalb wird es chemisch entfernt und findet dann Verwendung in anderen Einsatzbereichen etwa als Brennstoff, als Bindemittel in der Viehfutter- und Klebstoffindustrie oder auch als Grundsubstanz für den Aromastoff Vanillin.

In Futtermitteln hat Lignin unterschiedliche Wirkung auf Nutztiere: So verdauen Rinder Lignin gut, Hühner hingegen sehr schlecht.

In Lebensmitteln zählt Lignin zu den Ballaststoffen. Es wird vermutet, dass es Karzinogene und andere schädliche Substanzen binden kann und damit unschädlich macht.