Maiswurzelbohrer

ein aus Nordamerika eingeschleppter neuer Maisschädling

Mais, Befall Diabrotica

Foto: Mihaly Czepo

Der Maiswurzelbohrer ist ein fünf bis acht Millimeter großer, schwarz-gelber Käfer. In seiner Heimat Nordamerika ist er für erhebliche Ernteeinbußen verantwortlich. Er wird deshalb dort auch der „Eine-Milliarde-Dollar- Käfer“ genannt.

Anfang der 1990er wurde der Maiswurzelbohrer in Osteuropa eingeschleppt, einige Jahre später breitete er sich auch in Westeuropa aus. Ein Neubefall durch den Schädling tritt häufig in der Nähe von Flughäfen auf. So hat sich der Maiswurzelbohrer punktuell u. a. bei Paris, London, Brüssel und Amsterdam verbreitet. 2007 wurde er auch in Deutschland erstmals gesichtet. Inzwischen hat sich der Schädling in Europa etabliert, deshalb wurde 2014 sein Status als Quarantäneschädling aufgehoben. In Deutschland ist er vor allem am Oberrhein ein Problem.

Der Maiswurzelbohrer legt seine Eier im Spätsommer im Boden von Maisfeldern ab. Die Larven schlüpfen im darauf folgenden Frühjahr. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Maiswurzeln.

Der im Sommer aus der Puppe geschlüpfte Käfer frisst die oberirdischen Teile der Maispflanze. Während die Larven einen Aktionsradius von maximal einem Meter haben, legen die nachtaktiven Käfer bis zu ca. 20 Kilometer zurück.

Zum Schutz vor dem Befall durch den Maiswurzelbohrer, dessen Larven Mais als Futterpflanzen brauchen, wurde in den USA eine zweijährige Fruchtfolge von Mais mit Soja eingeführt. Inzwischen treten dort aber Stämme auf, die ihre Eier auch in Sojafeldern ablegen und solche, deren Eier eine zweijährige Ruhepause vertragen.

In den USA werden schon seit vielen Jahren gentechnisch veränderte Maislinien angebaut, die - ähnlich wie bei dem bekannten Konzept gegen den Maiszünsler - ein Bt-Protein bilden, das spezifisch gegen den Wurzelbohrer wirkt.

Siehe auch

Bt-Protein Insektenresistenz