Insektizid

Substanz, die zur Abtötung von schädlichen Insekten bzw. deren Larven verwendet wird.

Insektizide werden eingesetzt in der Land- und Forstwirtschaft, beim Vorrats- und Materialschutz sowie zur Eindämmung von Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier falls die auslösenden Krankheitserreger durch Insekten übertragen werden.

Die meisten Insektizide greifen das Nervensystem der Tiere an und wirken tödlich, andere hemmen die Weiterentwicklung, indem z.B. der Häutungsprozess gestört wird. Insektizide können über die Atemwege, beim Fressen oder über den bloßen Kontakt bei Berührung aufgenommen werden.

Es gibt natürliche Insektizide, dazu gehören z.B. die Alkaloide (Nicotin), synthetisch anorganische Insektizide, das sind z.B. Arsen- und Kupfer-Präparate, und synthetisch organische Insektizide, dazu gehört z.B. das DDT (Dichlor-diphenyl-trichlorethan). Viele zu dieser Gruppe gehörende Insektizide dürfen heute nur noch sehr stark eingeschränkt verwendet werden.

Eine jahrelange großflächige Anwendung eines bestimmten chemischen oder biologischen Wirkstoffs gegen Pflanzenschädlinge führt zwangsläufig zu einer Selektion der unempfindlichsten Individuen. Sie können sich unter den Bedingungen eines Pflanzenschutzmittels besser vermehren als ihre empfindlichen Artgenossen. So entstehen auch gegenüber den meisten Insektiziden im Verlauf anhaltender Anwendung Resistenzen. Diese Resistenz besteht dann auch bei anderen Insektiziden mit demselben Wirkmechanismus.

Insektizide können auch aus Pilzen, Fadenwürmern, Bakterien (z.B. aus Bacillus thuringiensis (Bt)) oder Viren gewonnen werden.

Siehe auch

Insektenresistenz

Pflanzenschutzmittel