Vegetative Pflanzenvermehrung

Pflanzenvermehrung durch ungeschlechtliche Fortpflanzung

Pflanzen können sich aus einzelnen Zellen oder Pflanzenteilen neu entwickeln und sich auf diese Weise ungeschlechtlich vermehren. Diese Art der Fortpflanzung beruht auf Zellteilung (Mitose). Da kein Erbmaterial mit anderen Pflanzen ausgetauscht wird, unterscheidet sich die Tochtergeneration genetisch nicht von der Muttergeneration. Die Nachkommen sind Klone. Pflanzen vermehren sich vegetativ zum Beispiel durch die Bildung von Ausläufern oder Knollen.

Auch einige Kulturpflanzenarten werden vegetativ durch Gewebekultur oder Knollen bzw. Stecklinge vermehrt. Bei der Stecklingsvermehrung etwa werden Blatt- oder Stängelstücke in die Erde gesteckt, wo sie Wurzeln bilden. Bei der Gewebekultur werden aus Zellverbänden (Geweben) unter sterilen Bedingungen und auf entsprechendem Nährmedium vollständige Pflanzen regeneriert. Beispiele für Pflanzen, die vegetativ vermehrt werden, sind Kartoffeln, Erdbeeren oder auch viele Obstgehölze.

Bei der Züchtung zum Beispiel einer neuen Kartoffelsorte, muss zu Beginn ein geschlechtlicher Vermehrungsschritt durch Kreuzung von Elternpflanzen mit gewünschten Eigenschaften stattfinden. Geeignete Nachkommen werden dann wieder ausschließlich vegetativ vermehrt.

Jenny fragt: Was ist eine Genbank? In der Obstgenbank des Julius Kühn-Institutes in Dresden-Pillnitz wachsen mehr als 800 Apfelsorten und auch viele Wildarten. Wie kann man all diese Apfelarten und -sorten erhalten und wozu macht man das?