Terminator

Sequenzbereich auf der DNA, der das Ende eines Gens markiert.

Damit bei der Transkription der DNA, also der Übertragung der genetischen Information von DNA auf RNA, die zuständigen Enzyme (RNA-Polymerasen) erkennen, wann ein Gen beginnt und wann es endet, müssen entsprechende Erkennungssequenzen vorhanden sein. Während der Start eines Gens durch den Promotor vermittelt wird, ist das Ende des Gens durch den Terminator, eine bestimmte DNA-Sequenz, markiert. An dieser Stelle beendet die RNA-Polymerase die Synthese der RNA, und die Polymerase und die RNA lösen sich von der DNA.

Unter dem Begriff „Terminator-Technologie“ versteht man hingegen eine Technik in der Biotechnologie, die ursprünglich entwickelt wurde, um zu verhindern, dass Landwirte von gentechnisch veränderten Pflanzen Samen ernten und diesen für einen Folgeanbau verwenden. Bei der Terminator-Technologie werden bestimmte Gene in die Pflanze eingebracht, die zu sterilen und damit nicht keimfähigen Samen führen.

Die Terminator-Technologie ist eine von mehreren Verfahren, die alle dem Zweck dienen, die Ausbreitung bzw. Vermehrung transgener Pflanzen zu unterbinden und die unter dem Begriff Gene Use Restriction Technology (GURT) zusammengefasst werden.

Da von vielen befürchtet wurde, dass durch GURTs eine Abhängigkeit der Bauern von der Industrie verstärkt würde, haben sich einige Züchtungsunternehmen verpflichtet, auf die Terminator-Technologie bei Nahrungspflanzen zu verzichten.

Siehe auch

Promotor

RNA