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Ananasstaude mit Frucht (oben), Staude mit Blüte (Mitte),
Ananasfrucht (unten) |
Wissenschaftlicher Name: Ananas comosus
Familie: Ananas-Gewächse (Bromeliaceae)
Wuchsform: Die Ananas
ist ein krautiger,
mehrjähriger Bodenbewohner (die Familie der Bromeliaceae zählt viele Baumbewohner)
mit immergrüner Blattrosette. Die Wuchshöhe beträgt etwas
mehr als 1 Meter, die Wurzeln
reichen bis in eine Tiefe von 4,5 Metern. Wildformen werden
bis zu 30 Jahre alt.
Früchte:
Die Ananas ist eine
Sammelfrucht, d.h. die Frucht besteht aus vielen miteinander
verwachsenen Einzelfrüchten. Die Einzelfrüchte sind samenlose
Beeren, die an den vielen in einer Ähre stehenden
Einzelblüten ohne Befruchtung entstehen. Die Ananasfrucht reift nach der
Ernte nicht nach.
Vermehrung: Die Ananas
ist selbststeril,
d.h. wenn die Blüten einer Pflanze mit dem eigenen Pollen
bestäubt werden, entsteht zwar eine Frucht, es werden aber
keine Samen gebildet. Fremdbefruchtung findet über Insekten und z.T. auch Kolibris
statt. Die
fast geschlossenen Blüten bleiben aber meist unbefruchtet. Die
Pflanze vermehrt sich auch ungeschlechtlich über Seitentriebe.
Auskreuzung: Es existieren acht Ananas-Arten. Von den über 100 Züchtungssorten sind nur
einige wenige im Anbau. Kreuzungen finden natürlicherweise
in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt, in
Ausnahmen auch zwischen nahe verwandten Arten (Bastardierung
oder Hybridisierung).
Herkunft: Wildformen der Gattung Ananas sind in den Subtropen Südamerikas
verbreitet. Die Stammform der Ananas comosus
ist nicht bekannt.
Geschichte: Nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus Ende des 15.
Jahrhunderts wurde die Ananas durch die Seefahrt verbreitet.
In Süd- und Mittelamerika, von Brasilien bis Mexiko, wurde
sie schon vorher als Nahrungs- und Heilmittel genutzt.
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