Lexikon Pflanzen

Apfel

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Hochstamm-Apfelbaum (oben), Apfelblüte (unten)

Wissenschaftlicher Name:
Malus domestica

Familie:
Rosengewächse (Rosaceae)

Wuchsform:
Der sommergrüne Laubbaum weist eine Wuchshöhe von etwa 2 bis 15 Meter auf. Er wird bis zu hundert Jahre alt.

Früchte:
Die Apfelfrucht stellt botanisch eine Sonderform der so genannten Sammelbalgfrucht dar. Der Apfel ist eine Scheinfrucht, denn das Fruchtfleisch wird aus dem Blütenboden gebildet. In diese ist die eigentliche Frucht, das Kerngehäuse mit den Apfelkernen, eingebettet.

Vermehrung:
Der Apfel vermehrt sich über Fremdbefruchtung, wobei die Blüten über Insekten (Bienen) bestäubt werden. Im Anbau von Kulturarten werden die verschiedenen SortenSorten über Klonen und Pfropfen vermehrt.

Auskreuzung:
Die Kulturart kreuzt sich mit der Wildart, dem Holzapfel, und bildet Bastarde, auch Hybride genannt. Sie sind z. T. nur schwer zu unterscheiden. Daher ist unklar, ob die Wildart, der Holzapfel noch existiert.

Herkunft:
Eine Wildart, die als Ausgangsform für die Kulturart Malus domestica gilt, ist der hauptsächlich in Europa verbreitete Holzapfel (Malus sylvestris). Als eine weitere gilt die im asiatischen Raum vorkommende Wildart Malus sieversii. Der Holzapfel ist von Mitteleuropa bis Asien verbreitet. Sein Ursprungsgebiet ist vermutlich Asien.

Geschichte:
Erstmaligen Obstanbau und -züchtungen gab es im 6. Jahrhundert bei den Römern. Ab diesem Zeitpunkt gewann der Anbau an Bedeutung. Die intensivste Züchtungstätigkeit fand im 19. Jahrhundert statt. Ende des 19. Jahrhunderts gab es mehr als 20.000 Apfelsorten, heute sind rund 60 Sorten im Handel.