|
Wissenschaftlicher Name: Pyrus
communis
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Wuchsform: Der
sommergrüne
Laubbaum erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20 Metern. Als
Plantagenbaum wird er oft nur 1 bis 2 Meter groß.
Früchte: Die Birne
ist botanisch gesehen eine Scheinfrucht, weil das Fruchtfleisch aus
dem
Blütenboden gebildet und nicht aus dem Fruchtknoten.
Vermehrung: Die Bestäubung der Blüten
erfolgt über Insekten (Bienen),
selten findet Selbstbefruchtung statt. Im Anbau von
Kulturarten werden die Sorten über Klonen und Pfropfen
vermehrt.
Auskreuzung: Die Gartenbirne ist mit der Wildbirne P. pyraster
nahe verwandt und kreuzt sich mit
dieser. Die Wild- oder Holzbirne ist in Auen- und
Eichenwäldern sowie in Felsengebüschen verbreitet. Sie kommt
in den submediterranen bis gemäßigt kontinentalen Regionen
Eurasiens vor.
Herkunft: Die Gartenbirne entstand vermutlich durch eine Kreuzung aus
der Wildart Holzbirne (P. pyraster) mit der
mediterranen Schneebirne (P. nivalis) sowie mit der
asiatischen P. syriaca.
Geschichte: Anbau und Nutzung von Birnen begann vermutlich in
Vorderasien. In der Jungsteinzeit war die Kultivierung von
dort aus in Mitteleuropa angelangt, wo Belege für einen
Anbau am Bodensee gefunden wurden. Griechen und Römer
kultivierten Birnen planmäßig. Die Züchtung neuer Sorten
begann Ende des 18. Jahrhunderts, rund 200 Jahre später gab
es etwa 1.000 verschiedene Birnensorten.
|