Lexikon Pflanzen

Chicorée

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Blüte der Wegwarte, aus der der Chicorée hervorgegangen ist.

Wissenschaftlicher Name:
Cichorium intybus var. foliosum

Familie:
Korbblütler (Asteraceae)

Wuchsform:
Die zweijährige Staude erreicht eine Größe von etwa 1,5 Metern.

Früchte:
Der Chicorée bildet aus befruchteten Blüten Nussfrüchte, das sind Früchte, deren Fruchtwände verholzen und die meist nur einen Samen enthalten.

Vermehrung:
Fremdbefruchtung über Insekten (Bienen, Schwebfliegen)

Auskreuzung:
Eine Kreuzung der Kulturart mit der Wildart ist möglich und wahrscheinlich. Im Chicorée-Anbau kommen die Pflanzen allerdings nicht zur Blüte.

Herkunft:
Der Chicorée stammt von der wild wachsenden Zichorie (C. intybus) ab, auch Wegwarte genannt. Die Zichorie kommt in den gemäßigten Zonen Europas und Vorderasiens vor. Sie wächst als Pionierpflanze auf Äckern, Brachen und an Wegrändern.

Geschichte:
Bereits in der Antike verwendeten Griechen und Römer die Wurzel der wilden Zichorie als Heil- und Gemüsepflanze. Im Europa des 18. Jahrhunderts züchtete man die Wurzel-Zichorie (C. intybus var. sativum) und verwendete diese auch zur Herstellung von Kaffeeersatz. Anfang des 19. Jahrhunderts stellten belgische Landwirte beim Überwintern von Wurzelzichorien im Dunkeln das Austreiben von gelben Blättern aus den Wurzeln  fest - der Chicorée war entdeckt. Aus der Wurzel-Zichorie wurde der Chicorée gezüchtet.