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Wissenschaftlicher Name: Avena
sativa
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Wuchsform: Das
einjähriges Süßgras hat die Ährchen in einer Rispe
angeordnet. In den Ährchen befinden sich die Blüten. Das
Gras hat eine Wuchshöhe von 0,5 bis 1,5 Meter. Die Grannen,
borstenartige Fortsätze an den Deckspelzen, sind nur wenige
Millimeter lang.
Früchte: Die Früchte
aller Gräser sind botanisch gesehen einsamige Schließfrüchte
und werden Karyopse genannt. Eine Schließfrucht fällt als
Ganzes von der Pflanze. Bei dem Fruchttyp der Karyopse
ist die Fruchtwand mit der Samenschale verwachsen.
Vermehrung: meist
Selbstbefruchtung, nur selten Fremdbefruchtung über
Windbestäubung
Auskreuzung: In Europa
gibt es etwa sieben Avena-Arten, die wild vorkommen.
Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur
innerhalb der gleichen Art statt, in Ausnahmen auch zwischen
nahe verwandten Arten (Bastardierung oder Hybridisierung).
Über die Kreuzung von Hafer mit Wildarten liegen keine
Informationen vor.
Herkunft: Vermutlich
stammt der Hafer aus Vorderasien. Da er in Funden aus
historischer Zeit immer nur in geringen Mengen auftaucht,
geht man davon aus, dass er ein Begleitgras der Gerste und
des Weizens war. Als wilde Stammform wird A. fatua
oder A. sterilis vermutet.
Geschichte: Die Belege
für einen ersten Anbau von Hafer stammen aus der Region
nördlich des Schwarzen Meeres und sind auf 5.000 v. Chr.
datiert. In der Schweiz und nördlich der Donau wurde die
Getreideart in der Bronzezeit angebaut. Erst ab dem
Mittelalter wurde Hafer auch im Süden Europas genutzt.
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