|
Wissenschaftlicher Name: Sorghum
bicolor
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Wuchsform: Das
einjährige Gras hat eine Wuchshöhe von 0,5 bis 7 Metern. Der
Haupthalm ist nicht wie bei den meisten Gräsern hohl,
sondern mit Mark gefüllt. In einem Ährchen sind zwei Blüten
zusammengefasst, die Ährchen sind in
einer Rispe angeordnet. Die Hirse ähnelt im Pflanzenbau sehr dem Mais.
Früchte: Von den
beiden Blüten eines Ährchens ist nur eine als Zwitterblüte
voll ausgebildet und bildet die für Gräser typische Frucht,
eine einsamige Schließfrüchte (Karyopse). Eine Schließfrucht
fällt als Ganzes von der Pflanze. Bei dem Fruchttyp der Karyopse
ist die Fruchtwand mit der Samenschale verwachsen.
Vermehrung: vorwiegend Selbstbefruchtung
Auskreuzung: S. bicolor,
Hirse oder Mohrenhirse genannt, ist eine Kulturart. In Süd-Europa ist außer der
Mohrenhirse die Wilde Mohrenhirse (S.
halepense) verbreitet. Die Sorghum-Arten sind
untereinander nahe verwandt, die Möglichkeit einer Kreuzung
zwischen Wild- und Kulturformen besteht, ist aber aufgrund
der Selbstbefruchtung gering.
Herkunft: Die Hirse
stammt ursprünglich
vermutlich aus dem nordöstlichen Afrika, das Gebiet des heutigen
Äthiopien, Sudan und Tschad.
Geschichte: Die Kultivierung der wilden Hirse begann etwa um 5.000 v.
Chr. vermutlich im äquatorialen Ost-Afrika (heute Äthiopien,
Sudan, Tschad). Die Hirse wurde um 2.000 v. Chr. weiter nach
Indien und China verbreitet, bis sie über den Vorderen
Orient in den Mittelmeerraum gelangte. In Amerika wird sie
erst seit dem 19. Jahrhundert angebaut.
Foto: aufgenommen im Schaugarten
des Max-Planck-Instituts für
Züchtungsforschung, Köln. |