Lexikon Pflanzen

Kakao

Bild vergrößern
Die Früchte des Kakaobaums wachsen an Zweigen wie auch am Stamm

Wissenschaftlicher Name:
Theobroma cacao

Familie:
Malvengewächse (Malvaceae)

Wuchsform:
Der immergrüne Laubbaum wird als Wildart bis zu 20 Meter, als Kulturart bis 8 Meter hoch. Die Blätter sind bis zu 50 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit. Die zwittrigen Blüten entstehen sowohl an Zweigen als auch am Stamm.

Früchte:
Die gelben oder roten Beeren sind elliptisch bis eiförmig, bis zu 10 Zentimeter im Durchmesser und 30 Zentimeter lang. Sie enthalten etwa 40 Samen, die in ein Fruchtmus (Pulpa) eingebettet sind.

Vermehrung:
Bei Kakaopflanzen findet überwiegend Fremdbefruchtung statt (über Insekten wie Mücken, Ameisen, Thripsen). Selbststerilität tritt bei vielen Unterarten auf.

Auskreuzung:
Es ist davon auszugehen, dass Theobroma cacao sich mit Wildarten kreuzt.

Herkunft:
Die Heimat des Kakaobaumes liegt in Südamerika, sehr wahrscheinlich in Venezuela, in den tropischen Wäldern des Amazonas- und Orinokogebietes. 

Geschichte:
Schon lange vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus nutzten die Indianer den Kakaobaum. Die Spanier brachten im 16. Jahrhundert erstmals Kakaobohnen nach Europa. Als Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts die Herstellung der Schokolade aus der Kakaobutter entwickelt wurde, stieg die Nachfrage stark an. In dieser Zeit etwa brachten die Spanier den Kakao auch nach Afrika und Asien.