Lexikon Pflanzen

Weizen

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Kulturweizen (oben), Emmer (Mitte), Einkorn (unten)

Wissenschaftlicher Name:
Triticum aestivum

Familie:
Süßgräser (Poaceae)

Wuchsform:
Das einjährige Ährengras wird 0,8 bis 1,5 Meter hoch. Die Deckspelzen haben keine oder nur kurze Grannen (borstenartige Fortsätze der Spelzen).

Früchte:
Die Früchte aller Gräser sind einsamige Schließfrüchte (Karyopse). Beim Weizen sind sie maximal zu viert in einem Ährchen angeordnet. Die Ährchen wiederum sind zu einer Ähre zusammengefasst.

Vermehrung:
In den Zwitterblüten findet überwiegend, meist bevor sich die Blüten entfalten, Selbstbefruchtung statt. In seltenen Fällen kann es zu Fremdbefruchtung kommen. Diese wird durch trocken-warmes Klima begünstigt. Die Pollen der Gräser werden durch den Wind verbreitet. 

Auskreuzung:
Alle Weizen-Arten sind Kulturarten. Die Wahrscheinlichkeit der Auskreuzung von Weizen wird als minimal angesehen. Die nächst verwandten Arten sind Gerste und Quecke.

Herkunft:
Die "Wurzeln" des Weizens liegen in Vorderasien. Hier entstanden die Vorgänger des Weizens wie Einkorn und Emmer. Aus einer Kreuzung von Emmer und Wildgrasarten wie dem Gänsefußgras ging die heutige Kulturform des Weizen her.

Geschichte:
Weizen ist nach Gerste die älteste kultivierte Getreideart und wird seit ca. 10.000 Jahren angebaut. Während der Römerzeit wurde Weizen zur Hauptgetreideart. Danach fiel der Anbau wieder hinter den der Gerste zurück, bis im 12. Jahrhundert das Weißbrot in Mode kam.

Fotos: aufgenommen im Schaugarten des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, Köln.