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Sojafeld

Sojablüte

Sojafrucht: Schote mit Samen |
Wissenschaftlicher Name:
Glycine max
Familie:
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Wuchsform: Die
einjährige Pflanze wächst buschig verzweigt etwa einen Meter
hoch. Es gibt allerdings auch Sorten, die windend bis 2
Meter lang werden. In den Blattachseln erscheinen 5-7
Millimeter große Blüten, die weiß oder hell lila gefärbt und
zu mehreren in Trauben angeordnet sind. Stängel und Blätter
zeigen eine feine Behaarung.
Früchte: Die 2 bis 10
Zentimeter langen Hülsenfrüchte sind strohgelb bis
dunkelgrau und enthalten etwa 5 gelbe, braune oder
schwarzviolette Samen, die Sojabohnen.
Vermehrung: Bei
Soja findet vorwiegend Selbstbefruchtung statt, da die
Pollen meist bei geschlossenen Blüten ausgeschüttet werden.
Auskreuzung:
Kreuzungen zwischen Kulturarten und Kultur- und Wildarten
sind möglich, aber aufgrund der überwiegenden
Selbstbefruchtung selten.
Herkunft: Die
Kulturart Glycine max stammt vermutlich von der
Wildart Glycine soja ab. Das Verbreitungsgebiet dieser
Wildform ist Ostasien und reicht von Nordostchina bis nach
Taiwan, Japan, Korea und in angrenzende Regionen der
ehemaligen UdSSR.
Geschichte: Erste
Kulturarten der Gattung Soja entstanden vermutlich in
Nordchina um 1.500 v. Chr. In Ostasien wird die Sojabohne
seit etwa 2.000 Jahren angebaut. Die Verbreitung in andere
Länder erfolgte im 18. und 19. Jahrhundert, ein nennenswerter
Anbau fand erst nach dem zweiten Weltkrieg statt. Als
Pflanze der warm-gemäßigten und subtropischen Klimagebiete
reagiert die Sojabohne empfindlich auf Kälte, Nässe und als
Kurztagpflanze auch auf Tageslänge. Ein wirtschaftlich
bedeutender Anbau außerhalb Asiens findet sich daher in
Nordost-, Mittel- und Südamerika. In Europa ist die
Sojabohne seit Anfang des 18.
Jahrhunderts bekannt. Der Anbau erreicht hier aber auf Grund der
klimatischen Bedingungen bis heute keine große wirtschaftliche
Bedeutung.
Fotos (Blüte und Frucht): aufgenommen im Schaugarten
des Max-Planck-Instituts für
Züchtungsforschung, Köln. |