Lexikon Pflanzen

Soja

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Sojafeld

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Sojablüte

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Sojafrucht: Schote mit Samen

Foto oben: USDA
Fotos mitte, unten: aufgenommen im Schaugarten des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, Köln.

Wissenschaftlicher Name:
Glycine max

Familie:
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Wuchsform:
Die einjährige Pflanze wächst buschig verzweigt etwa einen Meter hoch. Es gibt allerdings auch Sorten, die windend bis 2 Meter lang werden. In den Blattachseln erscheinen 5-7 Millimeter große Blüten, die weiß oder hell lila gefärbt und zu mehreren in Trauben angeordnet sind. Stängel und Blätter zeigen eine feine Behaarung.

Früchte:
Die 2 bis 10 Zentimeter langen Hülsenfrüchte sind strohgelb bis dunkelgrau und enthalten etwa 5 gelbe, braune oder schwarzviolette Samen, die Sojabohnen.

Vermehrung:
Bei Soja findet vorwiegend Selbstbefruchtung statt, da die Pollen meist bei geschlossenen Blüten ausgeschüttet werden.

Auskreuzung:
Kreuzungen zwischen Kulturarten und Kultur- und Wildarten sind möglich, aber aufgrund der überwiegenden Selbstbefruchtung selten.

Herkunft:
Die Kulturart Glycine max stammt vermutlich von der Wildart Glycine soja ab. Das Verbreitungsgebiet dieser Wildform ist Ostasien und reicht von Nordostchina bis nach Taiwan, Japan, Korea und in angrenzende Regionen der ehemaligen UdSSR.

Geschichte:
Erste Kulturarten der Gattung Soja entstanden vermutlich in Nordchina um 1.500 v. Chr. In Ostasien wird die Sojabohne seit etwa 2.000 Jahren angebaut. Die Verbreitung in andere Länder erfolgte im 18. und 19. Jahrhundert, ein nennenswerter Anbau fand erst nach dem zweiten Weltkrieg statt. Als Pflanze der warm-gemäßigten und subtropischen Klimagebiete reagiert die Sojabohne empfindlich auf Kälte, Nässe und als Kurztagpflanze auch auf Tageslänge. Ein wirtschaftlich bedeutender Anbau außerhalb Asiens findet sich daher in Nordost-, Mittel- und Südamerika. In Europa ist die Sojabohne seit Anfang des 18. Jahrhunderts bekannt. Der Anbau erreicht hier aber auf Grund der klimatischen Bedingungen bis heute keine große wirtschaftliche Bedeutung.

 

 

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