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Wissenschaftlicher Name:
Oryza sativa
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Wuchsform: Das
einjährige Gras wird bis zu 1,5 Meter hoch. Reispflanzen
bilden einen Haupt- und mehrere Nebenhalme. Die hohlen Halme
sind durch etwa 20 Knoten unterbrochen, an denen Blätter
wachsen. Diese sind 1-2 Zentimeter breit und bis zu 60
Zentimeter lang. Der Blütenstand besteht aus 30 bis 200 so
genannter Ährchen, die in einer Rispe angeordnet sind. Jedes
Ährchen schließt zwischen einer Deckspelze und zwei
Hüllspelzen eine Zwitterblüte ein.
Reispflanzen verfügen über ein Belüftungsgewebe (Aerenchym) in ihren
Wurzeln. Dadurch können sie auf überfluteten Böden wachsen.
Früchte: Aus einer
befruchteten Blüte entsteht die Frucht, das Reiskorn. Die
Frucht wird bei den Gräsern botanisch Karyopse genannt.
Typisch für diese Art von Frucht ist das Verwachsen von
Fruchtwand und Samenschale.
Vermehrung: Bei allen Reisarten
findet hauptsächlich Selbstbefruchtung statt. Nur in etwa 4
Prozent der Fälle kommt es auch zur Fremdbefruchtung.
Auskreuzung: Da bei
Reis Selbstbefruchtung überwiegt, kreuzen sich Reisarten nur
wenig miteinander. Grundsätzlich kommt in Gebieten, wo neben
Kultur- auch Wildarten wachsen, ein Auswildern von
Kulturreis und Hybridisieren von
verschiedenen Reisarten vor. Wildarten kreuzen sich eher mit
verwandten Arten als Kulturreissorten, da letztere stärker
zur Selbstbefruchtung neigen und die Lebensdauer der Pollen
geringer ist.
Im
eurasiatischen Raum wächst eine mit dem Kulturreis nahe
verwandte Art: Oryza oryzoides kommt an Bachufern und
in Gräben vor.
Anbau: Reis ist keine
Wasserpflanze, kann aber auf Grund seines Belüftungssystem
in den Wurzeln auch im Wasser wachsen. Daher ist sowohl
Nass- als auch Trockenreisanbau möglich. Der Nassreisanbau
bietet ständig eine ausreichende Wasser- und auch
Nährstoffversorgung und verhindert das Wachstum von
Unkräutern. Bei Trockenreisanbau müssen in der
Vegetationsperiode ausreichend hohe Niederschläge fallen.
Herkunft: Die Gattung
Oryza ist mit über 20 Arten weltweit in den Tropen
und Subtropen verbreitet. Nur die in Indien und China
verbreitete Art Oryza sativa und die in Westafrika
beheimatete Art O. glaberrima wurden zu
Kulturpflanzen.
Geschichte: In China,
Indien und Thailand weisen Funde auf einen Reisanbau hin,
der bis etwa 6.000 v.Chr. zurückdatiert wird. Auch in
Westafrika wurde schon 3.500 v.Chr. Reis als Nahrungsmittel
genutzt. Zunächst, etwa um 400 v.Chr., rückte die
Verbreitung von Kulturreis in die Regionen Irak, Syrien und
Anatolien vor. Später verbreiteten die Mauren den Reisanbau
in Europa. Erst im 17. Jahrhundert wurde Reis auch in den
USA angebaut und ein Jahrhundert später auch in Australien.
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