|

Kichererbsenblüte

Hülsenfrucht einer Kichererbse |
Wissenschaftlicher Name:
Cicer arietinum
Familie:
Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Wuchsform: Das
einjährige Kraut wächst leicht verzweigt bis zu einem Meter
hoch. Der vierkantige Stängel und die Blätter sind blaugrün.
Die weißen, violetten oder purpurroten Blüten wachsen
einzelnen an langen Stielen. Alle Teile der Pflanze besitzen
klebrige Drüsenhaare.
Früchte: Die Früchte
sind die für die Familie der Schmetterlingsblütler typischen
Hülsen. Bei der Kichererbse sind diese etwa 3 Zentimeter
lang und 1,5 Zentimeter dick. Sie enthalten 2-3 runde,
hellbraune Samen.
Vermehrung: Bei der
Kichererbse kommt hauptsächlich Selbstbefruchtung vor. Nur
selten (in etwa einem Prozent der Fälle) wird eine Blüte durch Fremdbefruchtung über Insekten
bestäubt.
Auskreuzung: Aufgrund
der vorwiegenden Selbstbefruchtung ist mit einer Kreuzung
der Kichererbse mit verwandten Wildarten nicht zu rechnen
und ist bisher auch nicht beobachtet worden.
Herkunft: Man geht
davon aus, dass die Kichererbse aus Mittelasien stammt.
Vermutlich ist die in der Türkei vorkommende Cicer
reticulatum die Urform der Kichererbse.
Geschichte: In der
Türkei wurden Kichererbsen aus der Jungsteinzeit (vor etwa
10.000 Jahren) gefunden. In der darauf folgenden Metallzeit
wurde sie auch in Griechenland und in Italien angebaut.
Schließlich war die Kichererbse in ganz Europa verbreitet.
In Deutschland tauchte sie erstmals im 1. Jahrhundert n.Chr.
am Rhein auf.
Foto: © Annette Höggemeier,
Botanischer Garten Ruhr-Universität Bochum |