|
Wissenschaftlicher Name:
Actinidia deliciosa
Familie:
Strahlengriffelgewächse (Actinidiaceae)
Wuchsform: Kiwis sind
sommergrüne Kletterpflanzen. Die Pflanze verholzt und wird
mehrere Jahre alt. Die dunkelgrünen Blätter sind oval bis
herzförmig und auf der Unterseite behaart. Kiwis sind
zweihäusig, d.h. eine Pflanze trägt entweder nur männliche
oder nur weibliche Blüten. Die Blüten sind weiß, die
weiblichen enthalten einen Fruchtknoten mit bis zu 25
Griffeln und Narben. Zum Teil stehen um den Fruchtknoten
Staubgefäße. Die männlichen Blüten enthalten ausschließlich
Staubgefäße.
Früchte: Kiwifrüchte
sind botanisch gesehen Beeren. Die grün bis braune Schale
ist behaart, die Frucht hat eine ovale, walzenartige Form.
Das grüne Fruchtfleisch enthält zahlreiche kleine
dunkelbraune Samen.
Vermehrung: Für die
Bestäubung der weiblichen Blüten müssen Pflanzen mit
männlichen Blüten in der Nähe wachsen und zeitgleich blühen.
Auskreuzung: Die
Gattung Actinidia bildet eine eigene Familie und
besteht aus über 50 Arten. Kreuzungen finden
natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art
statt, in Ausnahmen auch zwischen nahe verwandten Arten
(Bastardierung oder Hybridisierung). Da
Kiwipflanzen zweihäusige sind, müssen außerdem männliche und weibliche Blüten
gleichzeitig blühen.
Herkunft: Die Kiwi
stammt ursprünglich aus Südostasien. Die heute angebaute Art
wurde aus der Wildart A. chinensis gezüchtet.
Geschichte: Schon
lange bevor Kiwis in großem Maßstab angebaut wurden, wuchsen
Züchtungen verschiedener Wildarten in Hausgärten. Erste
kommerzielle Kiwianbaugebiete entstanden in Neuseeland
Anfang des 20. Jahrhunderts, nachdem Kiwis von China nach
Neuseeland gebracht und dort gezüchtet wurden. Von da aus
verbreitete sich der Kiwianbau rasch in die subtropischen
Regionen aller Kontinente.
|