Lexikon Pflanzen

Kokosnuss

Bild vergrößern
Kokospalme mit Früchten

Wissenschaftlicher Name:
Cocos nucifera

Familie:
Palmengewächse (Arecaceae)

Wuchsform:
Kokospalmen bestehen aus einem unverzweigten Stamm, an dessen Ende bis zu 35 etwa 7 Meter lange Fiederblätter wachsen. Es gibt hochwüchsige Kokospalmen, die 25-30 Meter erreichen und bis zu 100 Jahre alt werden und zwergwüchsige, die nur etwa 6 Metern hoch und meist nicht älter als 50 Jahre werden.
In jeder Blattachsel entsteht ein Blütenstand: Ein verholztes Blatt umschließt etwa 300 männlichen Blüten am oberen und etwa 40 weiblichen Blüten am unteren Ende der verzweigten Blütenäste.

Früchte:
Die Kokosnuss ist botanisch gesehen eine Steinfrucht und gehört zu den größten Früchten im Pflanzenreich. Sie wird etwa 30 Zentimeter lang, 25 Zentimeter breit und wiegt bis zu 2500 Gramm. Eine grüne Hülle umgibt die eiförmige, einsamige Frucht. Darunter liegt eine erst fleischige, dann faserige, mehrere Zentimeter dicke Schicht. Der Kern hat eine sehr harte, holzige Schale. Er ist hohl und unreif mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, dem Kokoswasser. Während der Reifung wird die Flüssigkeit weniger und eine 1-2 Zentimeter dicke fleischige Schicht wächst im Steinkern. Es ist das Fruchtfleisch der Kokosnuss.

Vermehrung:
Da die weiblichen Blüten sich erst öffnen, wenn die männlichen bereits verblüht sind, ist Fremdbefruchtung vorherrschend. Die Pollen werden sowohl vom Wind wie von Insekten übertragen. Bei den zwergwüchsigen Kokospalmen kommt es allerdings zu Selbstbefruchtung, weil hier weibliche und männliche Blüten gleichzeitig blühen.

Auskreuzung:
Die Kokospalme ist die einzige Art der Gattung Cocos. Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt, in Ausnahmen auch zwischen nah verwandten Arten einer Gattung.

Herkunft:
Das Ursprungsgebiet der Kokospalme liegt vermutlich in der pazifischen Inselgruppe Melanesien.

Geschichte:
Kokosnüsse können wochenlang im Meer schwimmen ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren. So haben sie sich vermutlich auch von Insel zu Insel verbreitet. Da sie sehr gut zu lagern sind und außerdem reich an Vitamin C, Mineralstoffen, Fett und Eiweiß sind, wurden sie auf Seereisen mitgeführt und so durch den Menschen verbreitet.

 

Foto: ©lisalucia/PIXELIO, www.pixelio.de