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Lein in Blüte (oben) und mit Früchten - Kapsel mit Samen - (unten). |
Wissenschaftlicher Name: Linum usitatissimum
Familie: Leingewächse (Linaceae)
Wuchsform: Das
einjährige Kraut hat eine Wuchshöhe von 0,2 bis 0,8 Meter, Faser-Lein
wir bis zu 1,5 Meter hoch.
Früchte: Flachs, auch
Lein genannt, bildet 8- bis 10-fächerige
Kapseln mit je einem Samen pro Fach aus.
Vermehrung: Bei Lein
findet vorwiegend
Selbstbefruchtung statt. Bei Fremdbefruchtung wird der
Pollen durch Insekten übertragen.
Auskreuzung: Lein ist eine reine Kulturart mit vier
Varietäten:
Öl-Lein, Faser-Lein,
Öl- und Faser-Lein
und Spring-Lein.
Kreuzungen der Kulturarten sind mit den
Wildarten L. perenne und L. carthaticum möglich, aber
recht unwahrscheinlich.
Herkunft: Als
Stammform wird der Zweijährige Lein (L. bienne) vermutet, der
im mediterranen und atlantischen Europa, Nordafrika und
Mittelasien verbreitet ist.
Geschichte: Lein als Faser- und Ölpflanze wurde schon vor über 6.000 Jahren im Nahen
Osten, in Mitteleuropa seit ca. 5.000 Jahren angebaut. Mit
zunehmender Bedeutung der Baumwolle ging der Leinanbau in
Europa stark zurück.
Fotos: aufgenommen im Schaugarten
des Max-Planck-Instituts für
Züchtungsforschung, Köln. |