Lexikon Pflanzen

Zwiebel

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Die Blüten der Zwiebeln bilden eine kugelige Scheindolde.

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Im Feldanbau werden die Sprosse umgeknickt und so verhindert, dass die Zwiebelpflanzen blühen.

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Für den Anbau von Zwiebeln werden entweder Samen oder Stecklingszwiebeln verwendet.

Foto unten: Rainer Sturm / pixelio

Wissenschaftlicher Name:
Allium cepa

Familie:
Liliengewächse (Liliaceae)

Wuchsform:
Allium cepa ist eine mehrjährige Pflanze. Die Zwiebel wird aus einer scheibenförmig gestauchten Sprossachse gebildet, deren Blätter im unteren Teil fleischig verdickt sind. Im zweiten Jahr blüht die ca. 1 Meter hohe Pflanze, wobei mehrere hundert Blüten eine kugelige Scheindolde bilden.

Früchte:
Aus befruchteten Blüten entstehen bei der Zwiebel Kapselfrüchte.

Vermehrung:
Zwiebeln vermehren sich geschlechtlich über Fremdbefruchtung. Die vegetative, ungeschlechtliche Vermehrung erfolgt über Tochterzwiebeln.

Auskreuzung:
Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt, in Ausnahmen auch zwischen nahe verwandten Arten (Bastardierung oder Hybridisierung). Die nächst verwandten Arten sind die im Herkunftsgebiet der Zwiebel vorkommenden A. oschaninii und A. vavilovii.

Herkunft:
Man geht davon aus, dass die ursprüngliche Wildart der Zwiebel heute nicht mehr vorkommt. Als Herkunftsgebiet der heutigen Zwiebel werden die mittel- und ostasiatischen Länder Pakistan, Afghanistan, Usbekistan, Turkmenistan und Iran angenommen.

Geschichte:
In ihrem Herkunftsgebiet wird die Zwiebel seit mehr als 5.000 Jahren kultiviert. Von dort wurde sie schon im Altertum nach Westasien und in den Mittelmeerraum gebracht. Im Mittelalter war der Anbau dann in ganz Europa verbreitet.

 

 

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