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Wissenschaftlicher Name:
Manhiot esculenta
Familie:
Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Wuchsform:
Der mehrjährige Strauch bildet mehrere verholzende
Sprossachsen und hat eine Wuchshöhe von etwa
4 Meter. Die Blütenstände bilden sich am Ende
eines Triebes. Die männlichen und weiblichen Blüten stehen
getrennt voneinander. Die an der Spitze einer Rispe
sitzenden männlichen Blüten öffnen sich bis zu 2
Wochen nach den tiefer sitzenden weiblichen Blüten.
Die Wurzeln entwickeln 0,3-0,5 Meter lange Knollen.
Früchte:
Die Früchte des Maniok sind dreifächrige Kapseln.
Vermehrung:
Da sich die männlichen und weiblichen Blüten an
einer Pflanze nicht gleichzeitig öffnen, findet
vorwiegend
Fremdbefruchtung statt. Windbestäubung findet kaum
statt, der recht große Pollen wird vor allem durch
Wespen und Bienen übertragen.
Bei einigen Maniok-Varietäten
ist die Blütenbildung stark eingeschränkt, die
Pflanzen sind häufig steril.
Auskreuzung:
Wildarten des Maniok finden sich in Südamerika von
Paraguay bis Mexiko. Man geht davon aus, dass
Kreuzungen zwischen der Kultur- und einer nahe
verwandten Wildarten
stattfinden können, aber selten auftreten.
Anbau:
Maniokpflanzen werden durch Stecklinge vermehrt.
Herkunft:
Der Strauch stammt ursprünglich aus den Tropen Süd-
und Mittelamerikas. Die Abstammung und das genaue
Ursprungsgebiet von M. esculenta sind unbekannt.
Es gibt aber Wildarten wie M. glaziovii, die
mit M. esculenta nahe verwandt zu sein
scheinen.
Geschichte:
Durch die Portugiesen gelangte der Maniok von
Südamerika nach Westafrika, wo er zunächst im Gebiet
der Kongomündung angebaut wurde. Von dort breitete
sich der Anbau weiter in den Osten Afrikas aus.
Schließlich gelangte Maniok bis nach Asien, wo er
auf den Philippinen, Thailand und Indonesien seit
dem 18. Jahrhundert bekannt ist.
Das transGEN Lexikon
Nutzpflanzen: Biologie, Landwirtschaft, Züchtung,
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