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  Fr 03.09.2010 | 06:58 Uhr
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Trockentoleranter Mais vor der Markteinführung

Stabile Erträge auch bei Dürre


Die erste gentechnisch veränderte Nutzpflanze, die auch bei Trockenheit stabile Erträge liefert, soll ab 2012 in den USA auf den Markt kommen. Es ist ein trockentoleranter gv-Mais, der von den Unternehmen Monsanto und BASF entwickelt wurde. Im März 2009 wurden in USA und Kanada Zulassungsanträge eingereicht. 

Seit einigen Jahren wird der neue trockentolerante Mais in Freilandversuchen getestet. Nach Angaben der Unternehmen lieferte er in Trockenzeiten ohne weitere Bewässerung Erträge, die zwischen sechs und zehn Prozent höher waren als die konventioneller Maissorten am jeweils gleichen Standort. Die Fähigkeit, Dürreperioden mit geringeren Ernteverlusten zu überstehen, verdankt der Mais einem Gen, das in Bakterien (Bacillus subtilis) gefunden wurde, die in extremer Kälte leben können.

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Ausreichend Wasser: Maisfeld Ende Juli (Elsass)

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Dürre: Maisfeld Anfang August während der Trockenperiode 2003 (Rheinland)

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Kümmerkolben: Bei Trockenheit bildet Mais nur noch wenige Körner an den Kolben.

Dieses cspB-Gen ist für ein bestimmtes Protein verantwortlich, das auch Pflanzen befähigt, mit Stresssituationen besser fertig zu werden. Mais, der in Folge des eingeführten cspB-Gens dieses Protein bildet, entwickelt sich auch bei Wassermangel ein gutes Pflanzenwachstum. Ähnliche Gene hat man in Moosen und Kakteen gefunden, die natürlicherweise an Trockenzeiten angepasst sind.

Gerade bei Mais hängen die Erträge stark vom Wasser ab. Ursprünglich eine Pflanze der Tropen benötigt Mais neben frostfreien Temperaturen während der Keimzeit ausreichend Wasser und Nährstoffe. Vor allem im mittleren Westen der USA haben Trockenperioden immer wieder zu erheblichen Ertragseinbußen geführt. Ein wirtschaftlicher Maisanbau erfordert nicht nur einen erheblichen Aufwand bei Düngung und dem Einsatz Pflanzenschutzmitteln, sondern in vielen Regionen inzwischen auch die Bewässerung des Ackerlandes.

Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprogramms von Monsanto und BASF

Der trockentolerante Mais ist das erste marktreife Produkt, das aus der Zusammenarbeit von Monsanto und BASF hervorgeht. 2007 hatten die beiden Konzerne vereinbart, ihre jeweiligen Aktivitäten bei der Erforschung von Trocken- und Stresstoleranz in eine gemeinsame Plattform einzubringen. Es soll eine Gesamtsumme von 1,2 Milliarden € investiert werden, um bei den Kulturarten Soja, Mais, Raps und Baumwolle neue trockentolerante Sorten zu entwickeln.

Nach Angaben der Unternehmen soll der trockentolerante gv-Mais in den USA 2012 auf den Markt kommen. Inzwischen liegen die erforderlichen Zulassungsanträge sowohl der amerikanischen Landwirtschaftsbehörde USDA wie der für die Lebensmittelsicherheit zuständigen Food And Drug Administration (FDA) vor. Alle für eine Sicherheitsbewertung erforderlichen Unterlagen und Daten seien eingereicht worden.

An dem Ziel trockentoleranter Nutzpflanzen arbeiten weltweit verschiedene Unternehmen und Forschungsinstitute. Dabei werden sowohl konventionelle als auch molekularbiologische Züchtungsmethoden eingesetzt. Fortgeschritten ist die Entwicklung von gentechnisch veränderten, trockentoleranten Weizen, Raps und Reis.

 

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09. Juni 2009 [nach oben springen]

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