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Seine Fähigkeit, Dürreperiode ohne große
Ernteverluste zu überstehen, verdankt der neue Mais einem zusätzlich
eingeführten Gen. Es wurde in Bakterien (Bacillus
subtilis) gefunden und sorgt für die Bildung des
"Kälte-Schock-Proteins B" (cspB, Cold shock
protein B), das in Stresssituationen wie
Wassermangel dazu beiträgt, wichtige Zellfunktionen
aufrechtzuerhalten.
Der trockentolerante Mais MON87460 ist das erste marktreife Produkt, das
aus der Zusammenarbeit von Monsanto und BASF hervorgeht. 2007 hatten
die beiden Konzerne vereinbart, ihre jeweiligen Aktivitäten bei der
Erforschung von Trocken- und Stresstoleranz in eine gemeinsame
Plattform einzubringen. Insgesamt sollte eine Summe von 1,2 Milliarden
Euro investiert werden, um bei den Kulturarten Soja, Mais, Raps und
Baumwolle neue trockentolerante Sorten zu entwickeln.
Gerade bei Mais hängen die Erträge stark vom
Wasser ab. Ursprünglich eine Pflanze der Tropen, benötigt Mais neben
frostfreien Temperaturen während der Keimzeit ausreichend Wasser und
Nährstoffe. Ein wirtschaftlich lohnender Maisanbau erfordert nicht nur einen
erheblichen Aufwand bei Düngung und dem Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln, sondern in vielen Regionen auch die
Bewässerung des Ackerlandes.
Vor allem im mittleren Westen der
USA führen Trockenperioden immer wieder zu erheblichen
Ertragseinbußen. Allein bei 40 Prozent der in Nordamerika von den
Versicherungsgesellschaften beglichenen Ernteausfällen ist
Trockenheit die Ursache. Als Folge der Dürrekatastrophe 2012 gingen
in den USA die Maiserträge nach offiziellen Angaben um 17 Prozent
zurück. Eine Fläche so groß wie Belgien und Luxemburg wurde
vernichtet.
Weltweit gehen
infolge von Dürre und Wassermangel jährlich 15 Prozent der Maisernte
verloren, bei lang anhaltender Trockenheit deutlich mehr.
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