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Neue Qualitäten:
Mehr Gesund-
heit durch gv-Pflanzen?

Die erste Generation gentechnisch veränderter Pflanzen mit neuen Resistenzen gegen Schädlinge oder Herbizide brachte in erster Linie Vorteile für die Landwirte. Inzwischen sind vereinzelt gv-Pflanzen der zweiten Generation auf dem Markt - und weitere werden folgen. Hier geht es um Pflanzen, die gesundheitsfördernde Stoffe produzieren oder sie in höheren Konzentrationen anreichern. Damit sollen, so die Erwartung, die Folgen von Fehl- und Mangelernährung zurückgedrängt werden.

Golden Rice: Vitamin A-Anreicherung gegen Mangelernährung

Er ist zu einem Symbol geworden: Golden Rice wurde von einer internationalen Wissenschaftlergruppe entwickelt, um den Folgen einer Unterversorgung mit Vitamin A entgegen zu wirken. In Asien, wo sich die Menschen vorwiegend von Reis ernähren, leiden viele unter Augenerkrankungen bis hin zum Erblinden. Inzwischen wird Golden Rice in Feldversuchen auf den Philippinen getestet. Ab 2013 sollen die Landwirte dort Saatgut erhalten.

"Gesünderes" Sojaöl ohne Trans-Fettsäuren

Wenn Sojaöle beim Frittieren stark erhitzt werden, können Trans-Fettsäuren entstehen. Diese gelten als gesundheitlich problematisch. In den USA muss ihr Gehalt auf den jeweiligen Lebensmitteln deklariert werden. Viele Hersteller wollen das vermeiden. Jetzt können sie Öle von besonderen Sojabohnen verwenden.

Sojaöl: So gesund wie Fischöl

Die Eigenschaften von Fetten wird in erster Linie durch verschiedene Fettsäuren bestimmt, aus denen sie sich zusammensetzen. Mit gentechnischen Verfahren ist es möglich geworden, solche Fettsäuremuster zu ändern. Damit könnte etwa der Anteil gesundheitsfördernder Fettsäuren in pflanzlichen Fetten erhöht werden. Erste Pflanzen dieser Art stehen in USA vor der Markteinführung.

Unerwünschte Stoffe - einfach abschalten?

Es gibt Stoffe in Pflanzen, die sind nicht erwünscht - zumindest nicht von allen Menschen. Allergiker müssen Lebensmittel meiden, die "ihr" Allergen enthalten. Andere können ein bestimmtes Weizenprotein nicht vertragen. Und viele hätten lieber Kaffee ohne Koffein. Mit gentechnisch Verfahren könnten solche Probleme gelöst werden: In Pflanzen wird die Bildung des unerwünschten Stoffes "abgeschaltet". Doch der Teufel steckt im Detail. Bisher gibt es nur ein Produkt zu kaufen: Die Zigarette aus nikotinfreiem Tabak.

 

 

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Hunger und Unterernährung: Weltweite Verteilung (oben),  Vitamin A-Mangel bei Kindern (unten).
(Karten: www.biosicherheit.de)
Das Beispiel Golden Rice. Dieses von der dänischen Regierung geförderte Video zeigt die weltweite Auseinandersetzung um gentechnisch veränderte Pflanzen. Zu Wort kommen sowohl Greenpeace und andere Gentechnik-kritischen Organisationen, als auch Ingo Potrykus, der "Erfinder" des Golden Rice, sowie Wissenschaftler aus der Agrar- und Ernährungsforschung. (Express TV and Film, Teil 1; englisch)
Forschungsziel Nährstoffanreicherung

transGEN-Datenbank Pflanzen: Hirse (Sorghum), Banane, Reis, Cassava (Maniok)

03. Januar 2012 [nach oben springen]

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