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"Gesundes" Sojaöl:
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Bei hohen Temperaturen - etwa beim
Braten oder Frittieren - werden aus bestimmten mehrfach
ungesättigten Trans-Fettsäuren führen zu einem Anstieg von LDL-Cholesterin, das als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen angesehen wird. In den USA ist es seit 2006 gesetzlich vorgeschrieben, den Gehalt an Trans-Fettsäuren auf dem Etikett des betroffenen Lebensmittels zu deklarieren. Damit ist ein starker Anreiz entstanden, zum Braten, Backen oder zur Margarineherstellung Öle zu verwenden, die einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren aufweisen. Aus letzteren können keine unerwünschten Trans-Fettsäuren entstehen. Raps- oder Olivenöl entsprechen diesen Anforderungen, nicht aber Sojaöl, das große Mengen mehrfach ungesättigter Fettsäuren, vor allem Linolsäure enthält. Agro-Biotechnologie-Unternehmen arbeiten daher seit längerem daran, den gesundheitlichen Wert von Sojaöl zu verbessern und an den anderer Ölpflanzen anzupassen. |
Ende 2011 wurde in den USA die von
Monsanto entwickelte Vistive Gold-Sojabohne
zugelassen (
Eventbezeichnung:
MON87705). Durch das gezielte Abschalten des Gens (
Gene silencing)
für ein spezielles Enzym wird die "natürliche" Umwandlung von Ölsäure in Linolsäure
eingeschränkt. Die Folge: Die neuen Sojabohnen enthalten
mehr der erwünschten Ölsäure (75 statt etwa 30 Prozent) und
weniger der unerwünschten Linolsäure (10 statt ca. 50
Prozent).
Zudem ist Vistive Gold-Sojabohnen als Folge einer weiteren Enzym-Blockade der Anteil zähflüssiger Fettsäuren erhöht, so dass das für viele Lebensmittel-Verwendungen notwendige Härten ganz oder teilweise entfallen kann. Hinzu kommt wie bei vielen gv-Sojabohnen eine Resistenz gegenüber dem Herbizid Roundup.
Bereits 2010 erhielt eine ähnliche, von
Pioneer Hi-Breed entwickelte gv-Sojabohne (DP-305423) die
US-Zulassung. In ihr wurde ein Gen für ein Enzym blockiert, das für
die Bildung von Linolsäure verantwortlich ist (
Antisense-Technik).
Dadurch weist das Öl dieser Sojabohnen ebenfalls einen höheren
Ölsäuregehalt auf.
Für die beide gv-Sojabohnen mit höherem Ölsäureanteil wurden in der EU Zulassungen für den Import und als Lebens- und Futtermittel gestellt.
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