Teller Kennzeichnung

Leitfaden Kennzeichnung: Das ist kennzeichnungspflichtig

Kennzeichnungspflichtig sind Lebensmittel und -zutaten, die

  • ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) sind oder daraus bestehen;
  • aus einem GVO hergestellt worden sind;
  • die GVO enthalten.

Die Vorschriften zur Kennzeichnung gelten grundsätzlich auch für unverpackte Waren sowie für das Essen in Restaurants und Kantinen.

Tomaten

Kennzeichnen: Gv-Tomaten

Gemüsemais, Dose

Kennzeichnen: Gv-Gemüsemais

Fritten

Kennzeichnen : Fritten aus gv-Kartoffeln

Mayonnaise, Kennzeichnung, Zutatenliste

Kennzeichnen: Mayonnaise, Margarine, Öle oder Lecithin aus gv-Sojabohnen

Tacos

Kennzeichnen: Erdnussflips oder Tacos aus gv-Mais

Zucker

Kennzeichnen: Zucker aus gv-Zuckerrüben

Weizenbier

Kennzeichnen: Weizenbier mit gv-Hefe

Fotos: i-bio, iStockphoto (Fritten)

Beispiele für kennzeichnungspflichtige Produkte:

Lebensmittel, die ein GVO (gentechnisch veränderter Organismus) sind oder daraus bestehen.

GVO können gv-Pflanzen, gv-Tiere oder gv-Mikroorganismen sein.

Bisher für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen sind ausschließlich gv-Pflanzen, darunter mehrere verschiedene Linien von gv-Mais, gv-Raps, gv-Soja und gv-Baumwolle.

Mögliche Beispiele:

*= in der EU zugelassen, aber nie in den Handel gekommen

**= die jeweiligen gv-Pflanzen bzw. -Tiere sind derzeit in der EU nicht zugelassen

Lebensmittel, Zutaten oder Zusatzstoffe, die aus GVO hergestellt werden.

Die Kennzeichnungspflicht gilt unabhängig davon, ob die jeweils verwendeten GVO im Endprodukt nachgewiesen werden können oder nicht.

Möglich sind derzeit vor allem Produkte aus gv-Sojabohnen, gv-Mais, gv-Zuckerrüben und gv-Raps wie:

Auch Zusatzstoffe, die unmittelbar aus gv-Pflanzen hergestellt werden, sind kennzeichnungspflichtig. Beispiele:

Weitere kennzeichnungspflichtige Produkte, für die es ín der EU jedoch keine zugelassenen GVO gibt:


Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten.

  • Weizenbier mit gv-Hefe
  • Hefeextrakt aus gv-Hefe
  • Joghurt mit gv-Milchsäurebakterien
  • Salami (Rohwurst) mit gv-Milchsäurebakterien
  • Käse mit gv-Schimmelpilzen
  • Quorn (Einzellereiweiß) aus gv-Pilzen

In der EU sind keine gv-Hefen, gv-Bakterien oder gv-Pilze für den Einsatz im Lebensmittelbereich zugelassen.