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Ein vollständiger Verzicht ist auch gar
nicht möglich: Weltweit werden immer mehr gentechnisch
veränderte Pflanzen angebaut. Die Ernteprodukte gehen als
Futtermittel und Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie in die
ganze Welt. Und vor allem: Viele Zusatzstoffe, Vitamine und
Enzyme werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen produziert.
Dass sich diese Entwicklung dennoch
nicht auf den Etiketten der Lebensmittel niederschlägt, hat
mehrere Gründe.
Hersteller: Kennzeichnung vermeiden
Viele Verbraucher sehen die Kennzeichnung
als Hinweis auf mögliche gesundheitliche Risiken. Sie fühlen
sich auf der "sicheren Seite", wenn sie sich für Produkte
entscheiden, die nicht gekennzeichnet sind. Die Kennzeichnung wird
als Warnhinweis interpretiert, nicht als Information über die
Anwendung der Gentechnologie.
Die Hersteller müssen davon ausgehen, dass korrekt gekennzeichnete
Produkte auf dem Markt keine Chance haben: Die Konsumenten würden sie im Regal liegen
lassen und lieber zum nicht gekennzeichneten Produkt greifen - obwohl sich
beide in vielen Fällen stofflich nicht unterscheiden.
Zudem
setzen Umwelt- und Verbraucherverbände Hersteller oder Händler
sofort unter Druck, wenn sie Produkt mit Kennzeichnung auf den Markt
bringen.
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