Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Do 11.03.2010 | 05:58 Uhr
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"Patente auf Leben"


Mit der Gentechnik, so ist oft zu hören,  werden Pflanzen oder Tiere patentierbar. Viele lehnen "Patente auf Leben" aus ethischen Gründen ab. Andere befürchten, dass für die großen Konzerne Patente nur ein Mittel zum Zweck sind, um die Landwirtschaft und damit die Erzeugung von Lebensmitteln unter ihre Kontrolle zu bekommen. Gentechnik – und damit die Patentierbarkeit von Pflanzen – schränke die Ernährungssouveränität ein und treibe die Landwirte in eine zunehmende Abhängigkeit von Saatgutkonzernen.

Doch: Stimmt das? Wie weit reichen eigentliche Patente? Und sind nicht Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung längst zu ganz normalen Wirtschaftszweigen geworden - auch ohne Patente?

Streit um das "Schweinepatent": Ist die freie Züchtung in Gefahr?

"Stoppt das Patent auf die arme Sau!" - Unter diesem Motto gingen Mitte April 2009 Bauern und Umweltschützer in München auf die Straße. Sie übergaben dem Europäischen Patentamt (EPA) einen Sammeleinspruch gegen das "Schweinpatent". Viele Patent-Kritiker befürchten eine Monopolisierung der Schweinezucht durch Großkonzerne.

Gentechnik, Patente, Pflanzen: Gewinnen Konzerne die Kontrolle über die Nahrung?

Alle Schweine patentiert, Basmati-Reis und Brokkoli im Besitz von Konzernen, konventionell arbeitende Landwirte, die unfreiwillig Patentgebühren zahlen müssen, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen in ihre Bestände einkreuzen - gerade zu Patenten kursieren unzählige Geschichten. Unabhängig davon, ob sie stimmen oder nicht - sie zeigen, dass viele Menschen beunruhigt sind, wenn Konzerne Pflanzen oder Teile davon unter Patentschutz stellen können. Dabei ist das Patentrecht kompliziert, und selbst unter den Züchtungsunternehmen gehen die Meinungen über "Bio-Patente" auseinander.

 
Foto: GFP-Bunny / Edordo Kac

 

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13. Mai 2009 [nach oben springen]

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