Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Fr 03.09.2010 | 06:57 Uhr
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"Patente auf Leben"


Mit der Gentechnik, so ist oft zu hören,  werden Pflanzen oder Tiere patentierbar. Viele lehnen "Patente auf Leben" aus ethischen Gründen ab. Andere befürchten, dass für die großen Konzerne Patente nur ein Mittel zum Zweck sind, um die Landwirtschaft und damit die Erzeugung von Lebensmitteln unter ihre Kontrolle zu bekommen. Gentechnik – und damit die Patentierbarkeit von Pflanzen – schränke die Ernährungssouveränität ein und treibe die Landwirte in eine zunehmende Abhängigkeit von Saatgutkonzernen.

Doch: Stimmt das? Wie weit reichen eigentliche Patente? Und sind nicht Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung längst zu ganz normalen Wirtschaftszweigen geworden - auch ohne Patente?

Kommt nach dem "Schweinepatent" das "Schnitzelpatent"?

Das US-Unternehmen Monsanto hat beim Weltpatentamt ein Patent auf Schweinefleisch mit einem besonders günstigen Fettsäuremuster angemeldet. Offenbar enthalten Schnitzel und Schinken mehr wertvolle ungesättigte Fettsäuren, wenn die Tiere mit dem Öl einer bestimmten gentechnisch veränderten Sojabohne gefüttert werden. Eine Entscheidung der Behörde steht aber noch aus.

Gentechnik, Patente, Pflanzen: Gewinnen Konzerne die Kontrolle über die Nahrung?

Alle Schweine patentiert, Basmati-Reis und Brokkoli im Besitz von Konzernen, konventionell arbeitende Landwirte, die unfreiwillig Patentgebühren zahlen müssen, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen in ihre Bestände einkreuzen - gerade zu Patenten kursieren unzählige Geschichten. Unabhängig davon, ob sie stimmen oder nicht - sie zeigen, dass viele Menschen beunruhigt sind, wenn Konzerne Pflanzen oder Teile davon unter Patentschutz stellen können. Dabei ist das Patentrecht kompliziert, und selbst unter den Züchtungsunternehmen gehen die Meinungen über "Bio-Patente" auseinander.

 
Foto: GFP-Bunny / Edordo Kac

 

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21. Juli 2010 [nach oben springen]

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