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Patentantrag auf Schweinefleisch: Kommt nach dem "Schweinepatent" das "Schnitzelpatent"?Das US-Unternehmen Monsanto hat beim Weltpatentamt ein Patent auf Schweinefleisch mit einem besonders günstigen Fettsäuremuster angemeldet. Offenbar enthalten Schnitzel und Schinken mehr wertvolle ungesättigte Fettsäuren, wenn die Tiere mit dem Öl einer bestimmten gentechnisch veränderten Sojabohne gefüttert werden. Eine Entscheidung der Behörde steht aber noch aus. Monsanto hat eine gentechnisch veränderte Sojabohne entwickelt, die einen höheren Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren hat. Das Öl dieser Pflanzen wurde dem Futter von Schweinen beigemischt. Es stellte sich heraus, dass sich die wertvollen Fettsäuren auch im Fleisch der Tiere anreichern und es dadurch eine höhere ernährungsphysiologische Qualität hat. Geschmack und Konsistenz werden dadurch nicht beeinflusst.
Zunächst bezog sich der Antrag von Monsanto auch auf die Tiere und die Gensequenz. Nach Prüfung durch das Europäische Patentamt wurden 18 Aspekte gestrichen. Es blieben lediglich die 12 Patentansprüche auf den Gentest als patentierbare Erfindung. Am 18. Juli 2008 wurde das Patent an die amerikanische Firma Newsham Choice Genetics erteilt, die es von Monsanto gekauft hatte. Im April 2009 hatten über 5.000 Bürger und rund fünfzig Verbände kurz vor Ende der Frist Einspruch erhoben. So wirft das Land Hessen dem Europäischen Patentamt vor, in der Vergangenheit die EU-Biopatentrichtlinie sehr weit ausgelegt zu haben. Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) bemängelt, dass Patente immer häufiger zu breit erteilt würden. Der Protest hat Wirkung gezeigt: Im April 2010 wurde das "Schweinepatent" widerrufen. Mehr bei transGEN:
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