Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Sa 13.03.2010 | 18:01 Uhr
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Mehr Allergien durch Gentechnik?


Die Befürchtungen sind weit verbreitet: Gentechnisch veränderte Lebensmittel werden zu einer weiteren Zunahme von Lebensmittelallergien führen. 

Nicht nur das: Allergiker sorgen sich, dass es für sie künftig weitaus schwieriger werden könnte, jene Lebensmittel zu vermeiden, in denen "ihre" Allergene vorkommen. Wenn erst Fischgene in Erdbeeren eingebracht werden, dann sind Erdbeeren eine versteckte Gefahr für Fischallergiker - solche Horrorbeispiele sind zwar oft zu hören. Aber mit der Wirklichkeit haben sie wenig zu tun.

"Allergien" sind nicht  immer Allergien

Jeder fünfte glaubt, unter einer Lebensmittelallergie zu leiden. Doch in medizinischen Erhebungen sind es nur etwa zwei Prozent der Erwachsenen und fünf Prozent der Kinder, die unter einer "echten" Allergie gegen bestimmte Lebensmittel leiden. Offenbar meinen Laien und Mediziner etwas anderes, wenn sie von "Allergie" sprechen.

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Neue Gene, neue Proteine, neue Allergien?

Werden neue Gene in Nahrungspflanzen übertragen, dann sorgen sie dafür, dass dort neue Proteine (Eiweiße) gebildet werden. Diese können - wie alle Proteine - Allergien auslösen. Darin unterscheiden sich gentechnisch veränderte Pflanzen grundsätzlich nicht von Neuzüchtungen oder von einer neuen Obstsorte wie es vor Jahren die Kiwi war. Zwar ist es nicht ganz einfach, die mögliche Allergenität neuer Lebensmittel im voraus zu bestimmen, doch der Pauschalverdacht "Gentechnik führt zu Allergie" ist unbegründet.

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Allergierisiko: Kein russisch Roulette

Gentechnisch veränderte Lebensmittel und Allergien - das ist längst kein Blindversuch mehr. Noch vor ein paar Jahren musste man darauf hoffen, dass ein neues Protein sich "normal" verhielt und sich später nicht als Allergen entpuppte. Heute ist es möglich, die Allergenität von neuen Proteinen abzuschätzen - vor der Markteinführung. Die Verfahren dazu werden immer zuverlässiger.

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23. Oktober 2007 [nach oben springen]

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