| Fr 10.09.2010 | | | 09:04 Uhr |
Newsletter
|
Antibiotikaresistente Krankheitserreger haben sich ausbreiten können - lange bevor es gentechnisch veränderte Pflanzen mit Antibiotikaresistenz-Markern gab. Dennoch, so fürchten viele, könnte sich das Problem resistenter Krankheitskeime weiter verschärfen, sollte es zu einem großflächigen Anbau solcher gv-Pflanzen kommen. So sei es denkbar, dass beim Verrotten von gv-Pflanzen auf dem Feld
deren Gensprung von der Pflanze zu Bakterien. Damit sich ein solches Szenario tatsächlich ereignet, muss das entsprechende Gen aus der Pflanze von einem Bodenbakterium aufgenommen werden.
Ein solcher
Extrem selten. Eine Gen-Übertragung von Pflanzen auf Bakterien ist zwar höchst unwahrscheinlich, jedoch prinzipiell möglich. Verschiedene Wissenschaftler haben versucht, die Wahrscheinlichkeit eines horizontalen Gentransfers unter natürlichen Bedingungen und in theoretischen Modellversuchen zu bestimmen. Es kam heraus, dass alle für einen erfolgreichen horizontalen Gentransfer erforderlichen Einzelschritte sehr selten sind. Die Wahrscheinlichkeit des Gesamtvorgangs ist daher extrem gering. Die Schätzungen liegen zwischen 10-13 und 10-27. Ein erfolgreicher Gentransfer ist weit weniger wahrscheinlicher, als dass ein Bakterium zufällig eine Resistenz gegen ein Antibiotikum entwickelt als Gentransfer Nachweis kaum möglich. Ein unter natürlichen Bedingungen so extrem seltenes Ereignis wie ein horizontaler Gentransfer ist kaum messbar. Bisher ist es jedenfalls nicht gelungen, einen Gentransfer in der Natur nachzuweisen. Nur im Labor konnte bisher ein Gentransfer von Pflanze zu Bakterien beobachtet werden - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass zuvor ideale Bedingungen für einen Gentransfer "künstlich" erzeugt worden waren. Inzwischen wurden auch Studien zur Übertragung von Antibiotikaresistenz-Genen aus gv-Pflanzen auf Bakterien des Verdauungstraktes von Wirbeltieren durchgeführt. So wurden Samen des insektenresistenten Bt-176 Mais mit dem Ampicillinresistenz-Marker an Küken verfüttert. In Proben aus deren Kropf, Magen und Darm ließ sich kein Gentransfer nachweisen. Mehr bei TransGen: |
Schnellsuche
Markergene
|
||||||||
|
© 1997 - 2010 i-Bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | Website by Webmotive